Veränderungen

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Gerade habe ich einen Text gelesen, wie er mir durch und durch geht und mir 
gleichzeitig die Augen öffnet: Es geht auch anderen Menschen ähnlich wie 
mir, und die Veränderung, die ansteht, steht für viele an. 

Ich habe jahrzehntelang mitgespielt, - das ist mir gerade heute wieder so 
deutlich bewusst geworden, - in einem Spiel, das mir eigentlich nicht 
entspricht. Weil ich anders sein sollte, als ich bin, habe ich mich 
selbst verloren und dadurch alle Kraft für das einzutreten, was mir 
wirklich wichtig ist. 

Seit Monaten schon funktioniert das Mitspielen aber nicht mehr. Ich passe 
nicht mehr in die Rollen, die da angeboten werden. Und die Folgen tun weh. 
Ich fühle mich nutzlos und machtlos. Gleichzeitig regt sich mehr und mehr 
das Wissen darum, dass es da in mir noch anderes gibt, das wertvoll und 
kostbar ist, das gesehen werden will, endlich!

Der Text, den ich gelesen habe, sprach von Lügen, die mir erzählt wurden 
über mich selbst und stellt die Frage, ob ich ihnen noch ins Gesicht 
schauen kann? 
Ich schaue mich im Spiegel an und sehe tatsächlich das Gesicht der Frau, 
die immer noch viele dieser Lügen glaubt! Das Gesicht ist traurig, denn 
was sie glaubt ist, dass ihre Lebendigkeit störend, ihre Bewegungslust 
unschicklich, ihre Musik peinlich und ihre Selbstsicherheit unangebracht 
ist. Die kleinste Regung ihrer Besonderheiten wurde im Keim erstickt 
durch vernichtende Worte. Der Schmerz war unerträglich, also habe ich 
ihn vergessen. Der Zorn war lebensbedrohlich, also habe ich ihn 
hinuntergeschluckt. 

Doch jetzt bleiben weder Schmerz noch Zorn mehr verborgen. 

Hast du gehört davon, dass die Erde sich verändert? Viele Menschen spüren 
es, in vieler Hinsicht erleben wir alle es. Menschenströme, Katastrophen, 
aber auch Umdenken auf zahlreichen Ebenen!

Was kann ich tun? 
Nicht mehr analysieren, nicht mehr panisch handeln, sondern SEIN! 
Es fällt mir schwer, doch jedes Mal, wenn es mir gelingt, spüre ich die 
Wirkung. Sie ist wohlig, erdend. 

Wohin sollten wir rennen, wenn wir nicht mehr WISSEN, was das Richtige 
ist? Wir können nur da bleiben, wo wir sind und spüren, was sich uns als 
richtig zu erkennen gibt.

Ich stelle mir vor, ich bin jetzt genau richtig, so wie ich bin. Und ich 
kann immer, jederzeit von vorn beginnen damit, das zu entwickeln, was 
wirklich in mir steckt. Wenn das Spiel nicht mehr wichtig ist, sondern 
der Mensch, dann sind wir frei. 

Zu viel Hirn verwenden wir täglich darauf die Spielregeln zu verstehen, 
die irgend jemand gemacht hat. Dauernd müssen wir denken, dauernd müssen 
wir uns selbst verleugnen. Dass wir dann endlich einmal gewinnen wollen, 
was man uns seit langem verspricht, ist klar. Doch gewinnen wir nicht. 

Also verlasse ich das Spiel. Es ist nur eine Entscheidung. Es bedeutet 
nur, dass ich mich selbst wieder wichtig nehme. Das Spiel mag weiter 
gehen, doch habe ich meine Kraft für mich. Und was ich dadurch gewinne, 
zeigt sich nach und nach. Ich schaue auf mich, ich kümmere mich um mich, 
ich erfülle die Bedürfnisse, die sich mir erschließen, wenn ich mir Zeit 
nehme und hinhöre.
Und ich beginne den Lügen, die ich erkenne, und die heimlich zu meiner 
Wahrheit geworden sind, eine neue Wahrheit entgegen zu stellen. Was 
früher durch ein vernichtendes Nein im Keim erstickt worden ist, hört 
jetzt ein liebevolles Ja! Die Sehnsucht nach Freude, der Drang nach 
Selbstausdruck, der Wunsch etwas Grandioses zu gestalten, - JAAA! 

Bis ein kleines Kind dir glaubt, dass du es nun respektierst und nicht 
mehr schlägst, wie die Erwachsenen zuvor, dauert es wohl eine Weile. Ich 
werde Geduld brauchen. 

In neu erwachender Freude und Freiheit 
von Herzen
Gabi

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