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5 Gedanken um mit Tanz in Bewegung zu kommen

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Nach einem wunderschönen warmen Sommer liegt seit kurzem eine kühlere Frische in der Luft, und damit wieder Lust Neues anzupacken. Es waren für mich bewegte Monate mit  viel Arbeit an mir selber, spannenden Erkenntnissen und natürlich vielen Fragen, die mich immer weiter auf Trab halten. Hier sind fünf Gedanken, die speziell zum Thema Tanzen passen.

1. Tanzen ist immer eine Möglichkeit!

Tanzen bringt immer wieder etwas in Bewegung! Zum Beispiel wenn Lebenssituationen stocken oder Denkmuster scheinbar Lösungen für aktuelle Themen unmöglich machen. – Musik aufdrehen und den Körper machen lassen, ob in der Disco, mit einem Partner im Tanzclub oder allein im Wohnzimmer. Manche Probleme lösen sich danach wie von selber.

2. Tanzen lockert auf, hebt die Lebensgeister, löst körperliche und seelische Blockaden und bringt das gesamte System in Schwung.

Ich bin der Überzeugung, dass die Menschen früher Recht hatten mindestens einmal die Woche abends „zum Tanz“ zu gehen, beim Wirten, selbst wenn sie noch so müde von der Arbeit waren. Einseitige Bewegungen im Arbeitsalltag können durch die vielseitige tänzerische Betätigung ausgeglichen und so Muskelverspannungen, Körperfehlhaltungen, Abnutzung und Schmerzen vorgebeugt werden.

3. Tanzen ist ein natürlicher Ausdruck von Emotionen, der Raum braucht!

Was stört in diesem wunderbaren Konzept ist der Stress etwas richtig machen zu müssen, bestimmte Bewegungen, Figuren, Schritte zu beherrschen. Manche Männer gehen nicht tanzen, weil erwartet wird, dass sie führen und sie sich das nicht zutrauen. Und viele Menschen haben Sorge nicht gut auszuschauen, solange sie die Bewegungen erst lernen.

Trotzdem finde ich, wir sollten Tanzen nicht nur den Profis überlassen. Das ganze Leben dreht sich ums Lernen von Neuem. Das geht anfangs immer holprig, weil ja völlig neue Verschaltungen im Gehirn gefunden werden müssen. Ich erlaube mir inzwischen schon leichter daneben zu steigen oder vielleicht linkisch zu wirken, wenn ich Neues ausprobiere. Ich bin am Lernen! Erst wenn sich die neuen Bahnen wieder gefestigt haben, wird die Sache rund. Je öfter ich etwas Neues versuche, desto schneller festigen sich die Bahnen. Und je mehr Spaß alles macht, desto eher übe ich.

4. Nutze die Wirkung der Spiegelneuronen!

Ich schaue gerne tanzenden Menschen zu, wenn ich die Gelegenheit habe. Das ist wie beim Erlernen einer Sprache, nur optisch. Was ich oft wahrnehme, wird mir vertraut, – ob nun der Klang von Französisch oder die Bewegungsmuster einer Zeitgenössischen Tanzkompanie. Es ist ein bisschen, als würde ich schon selber mittanzen! Mein Körper lernt auf diese Weise so manche Bewegung und baut sie dann wie selbstverständlich in meinen Tanz ein.

Wie wär’s mit einem kleinen Probevideo zur Anregung? Three by Ohad Naharin, Batsheva Dance Company (Das Bild ist nicht ganz scharf, das macht nichts, finde ich.)

5. Geistige und körperliche Mobilität versprechen anhaltende Lebensfreude!

Sich bewegen macht nicht nur Kindern Spaß! In jedem Alter tut es gut, beweglich zu sein, seinen Emotionen Ausdruck zu verleihen, mit der Musik und mit anderen zu schwingen. Schon unser kindliches Gehirn hat über die Bewegung viele Vernetzungen erfahren, die später das Verständnis von physischen und abstrakten Zusammenhängen erleichtert haben. Diese Möglichkeit endet nie!

Es liegt an uns in Bewegung zu bleiben. Ich glaube daran, dass jeder Mensch seine besondere Art hat zu tanzen, und dass es aktuell eine unglaublich große Menge an Tanzkursen und anderen freieren Angeboten gibt, in denen man mit Gleichgesinnten zusammen dieser belebenden Beschäftigung nachgehen kann, die den Geist und den Körper gleichermaßen trainiert. Machen wir unseren Kindern leichter zu tanzen, indem wir ihnen ein begeistert tanzendes Leben vorleben!

Spürst du schon das Kribbeln in deinen Knochen? Dann tanze!

Eine Möglichkeit zu tanzen gibt es in St. Pölten!

Schon ab Dienstag, den 19. September 2017 kannst du wieder in einen neuen Individance-Kurs der VHS St. Pölten einsteigen!

Zeit: 19:00 bis 20:30 Uhr

Ort: Dr. Theodor Körner-Hauptschule III/IV; Turnsaal III/IV (genial großer, schöner Raum!)

Kosten: 84 € pro Semester

Anmeldung und nähere Infos hier!

 

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Der Tag des Konsumenten

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Könnten wir nicht in unseren internationalen Kalender einen neuen Feiertag eintragen? Das Datum wäre noch zu überlegen, doch warum nicht gleich den 13. Juli nehmen für den Tag des Konsumenten? Mir ist bewusst, dass dies nicht gender-korrekt ist. Es könnte einen Tag der Konsumentin dann am 14. Juli geben, wie wäre das? Aber um das geht es ja gar nicht.

Internationaler 
Tag des Konsumenten

Der Tag des Konsumenten wäre eine Art Feiertag, an dem die Wirtschaftsbosse all die Menschen würdigen und ehren, die bereit sind ihre unnötigen, ungesunden und qualitativ minderwertigen Produkte zu kaufen ohne sie überhaupt wirklich zu brauchen. Sie würden sozusagen Danke sagen all jenen, die selbstlos ihre Gesundheit und ihr seelisches Wohlbefinden auf’s Spiel setzen, um uneigennützig die Wirtschaft anzukurbeln und den Managern und Aktionären ein gutes erfolgreiches Leben zu ermöglichen.

Denn es ist wahrlich großartig, wie Konsumenten und Konsumentinnen aufopferungsvoll vieles entbehren für diese Rolle, die sie übernommen haben. Sie akzeptieren Bewegungsmangel, Übelkeit, leichtere und schwerere Erkrankungen, Entfremdung von der Natur, Vergiftungen, Hautreizungen, Vereinsamung, um nur einige zu nennen. Was ihnen von Natur aus zustünde, Gesundheit, gute Luft, Spiel, Sport, Bewegung, gesunde Ernährung und eine lebenswerte Umwelt, schlagen sie in den Wind um ihren Beitrag zu leisten für jene, die zwanghaft ihr Geld und ihren Einfluss vermehren wollen.

Es sind wahrhaft Helden, diese Konsumentinnen und Konsumenten! Ein Ehrentag steht ihnen wirklich zu, wenn er auch niemals wirklich dem geleisteten Einsatz gerecht werden kann. Doch was könnte zumindest symbolisch die Wertschätzung zum Ausdruck bringen? Wie könnten die, die tagtäglich vom Einsatz der Konsumenten und Konsumentinnen profitieren, ihre Anerkennung zeigen?

Naheliegend wäre es vermutlich, wenn an diesem Tag manche Produkte gratis angeboten würden. Im besten Fall solche, die eher wenig Schaden anrichten, wie ein einheimischer Apfel, oder ein Notizblock aus heimischem, FSC zertifiziertem Papier.

Oder es wäre ein konsumfreier Tag! Die Gefeierten wären entbunden von ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit. Keine Werbung in den Medien, sämtliche Plakate durch schöne Bilder ersetzt, kein Fernsehen, kein Internet, die Geschäfte geschlossen und die Menschen ihrer Freiheit überlassen. – Natürlich bedürfte das wochenlanger, wenn nicht monatelanger Vorbereitung, denn Konsumenten und Konsumentinnen, die ihre Aufgabe tatsächlich ernst nehmen, fiele es wohl schwer, diese Verantwortung auch nur einen Tag loszulassen.

Manche würden vielleicht denken, man traue ihnen diese schwere Last nicht zu, man hielte sie für schwach oder unwillig.

Vielleicht würden sie sich sogar heimlich doch von der geselligen Runde ihrer Lieben zurück ziehen um ein – extra für diesen Zweck zurückgelegtes – Werbeflugblatt zu studieren. Vielleicht würde der eine oder die andere doch aus dem Gefrierfach „Tante Hildes Fertigsonntagsbraten“ auftauen, – der von Fließbandköchen in Taiwan fachgerecht für den Endverbraucher gewürzt, zubereitet, konserviert und anschließend um die halbe Welt geschickt worden ist, – um dem weltweiten Handel keinen Einbruch zu verursachen.

Ein Vorbereitungskurs könnte hilfreich sein: „Wie verbringe ich einen konsumfreien Tag?“ Themen wie „Die Menschen in meiner Küche sind meine Familie, – wie kann ich mich mit ihnen verständigen?“ und „Wie komme ich mit einem Blickfeld größer als dem Monitor meines Smartphones zurecht?“, oder „Ein Gespräch ohne Daumen führen“, oder „Mein Essen ohne Karton und Folie“ würden diesen Tag gut vorbereiten. Für Fortgeschrittene könnte angeboten werden: „Ich habe einen Körper, – was tun?“ oder „Eigene Entscheidungen treffen – Utopie oder Möglichkeit?“

Es könnte aber auch sein, dass das Management der Industrie und die Aktionäre ganz andere Ideen hätten, wie ihren Wohltätern angemessen zu danken wäre. Ich könnte mir vorstellen, wie weltweit riesige Flächen Waldes abgeholzt und in schlecht bezahlter Schichtarbeit unter gesundheitsschädlichen Bedingungen steuerlich absetzbare Werbegeschenke produziert werden mit Aufdrucken wie: „Konsum ist cool!“ oder „We love Konsumenten“. Die werden dann an diesem Tag vor Supermärkten und Einkaufszentren verteilt, wo Jahrmarkt-ähnliche Veranstaltungen mit Gewinnspielen stattfinden und die Menschen überschwänglich in ihrer Verantwortung als Abnehmer all diesen Plunders bestärkt und ermutigt werden.

Weini

Augenzwinkernd

Gabi

 

 

Ein Märchen

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Vor geraumer Zeit habe ich in mir eine Geschichte gespürt, ein Bild, das gezeichnet werden wollte. Als ich mich hinsetzte und zu schreiben begann, ist es nur so heraus gesprudelt.

Es hat die Form eines Märchens angenommen und trägt in sich die beiden Seiten meiner Wahrnehmung der aktuellen Welt: den Optimismus angesichts unserer großartigen Fähigkeiten und die tiefe Traurigkeit über das, was damit innerhalb der gewohnten Strukturen vielfach immer noch geschieht.

Eine Weile habe ich es zurück gehalten, doch ich spüre, wie es hinaus will, gelesen werden will.

Hier ist es:

Die Geschöpfe des Erfinders

Märchen
(von Gabi Gleiss)

Es lebte einst in einem fernen Land ein Mann, klug, voller Fantasie und übersprudelnd von Ideen. Er war Erfinder, ständig baute er in seiner großen Werkstatt Dinge, die ihm Freude machten: Maschinen, kleine, große, rund und eckig, lange dünne, kurze dicke, bizarre Formen hatten einige, und manche waren schlicht und grade. Und was sie konnten, übertraf die kühnsten Träume. Sie waren einzigartig, wundervoll und jede bis ins kleinste Teil durchdacht, – ein Kunstwerk, könnte man auch sagen.

Erfinder

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Kontrast

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Unvereinbar, nicht zusammenpassend …?

Zwei Welten, zwei Lebensvorstellungen, die nicht zusammen passen, – so geht es mir durch den Kopf. Zwei Welten, die aber neben einander existieren, was ich sehr verwirrend finde. Und dann aber auch als eine große Chance. Weil wir aus der einen lernen können, was wir in der anderen haben wollen!

Bauhaus-Uni Weimar

Die eine Welt rennt, wird immer schneller. Zumindest bestimmt Geschwindigkeit ihre Mottos, ihre Werbeslogans, ihre Planvorgaben. Nicht, dass es schnell sein DARF, nein, es MUSS alles schneller werden: die Fahrzeuge, die Erledigung von Aufgaben, die Menschen. Sonst gibt es kein Mithalten!

Und Gleiches gilt mit Präzision. Da dürfen keine Fehler passieren, alles muss sofort richtig sein, perfekt, 100%ig. Damit das überprüfbar wird, gibt es Normen, nach denen sich jeder und jede richten kann. (Obwohl: diese Welt ist nicht sonderlich gender-sensibel. – Viel zu umständlich, – das kostet Zeit!)

In dieser Welt werden ganze Berufe wegrationalisiert, weil die Arbeit auch von Maschinen durchgeführt werden kann. Es sind vielleicht einfache Tätigkeiten, die wenig Wissen oder intellektuelle Fähigkeiten erfordern. Der Schaffner in der Straßenbahn, oder der Hausmeister im Gemeindebau. – Oh, wie fehlen diese Menschen! – In dieser Welt gibt es Kontrollore und Putzfirmen, die punktuell, nach Plan, einschreiten, für Ordnung sorgen. Und Fahrkartenautomaten und Gegensprechanlagen, und verwahrloste Stiegenhäuser und einsame Menschen, – und arbeitslose Menschen.

In dieser Welt kostet die Arbeit von Menschen Geld, viel Geld, zu viel Geld. Man muss sparen! Denn auch Maschinen kosten Geld, und damit die Arbeit rational mit Maschinen erledigt werden kann, wird das Geld für den Bau dieser Maschinen gespart. Und natürlich für die Menschen, die solche Maschinen bauen können. Die verdienen viel. Die bekommen dann das Geld.

Die anderen sind in dieser Welt eben nicht so wertvoll. Manche Menschen werden nicht gebraucht. Wer keine Maschinen bauen kann, keine Computer bedienen kann, wer sich schwer tut sich den Anforderungen der Wirtschaft unter zu ordnen, der verdient auch kein Geld. In dieser Welt werden Menschen nicht in Konzentrationslager verbannt, aber sie werden finanziell und gesellschaftlich erpresst oder ausgehungert. Geld bedeutet Zugehörigkeit, – kein Geld bedeutet Ausgestoßen-Sein.

Deshalb werden in dieser Welt Kinder durch Schulen geschleust, mit Nachhilfe und Drohungen, Drill und Belohnungen gezwungen nicht sie selbst zu bleiben, sondern Maschinen bauen, Computer bedienen, sich den Anforderungen der Wirtschaft unterordnen zu können. In dieser Welt zählen funktionierende Menschen, nicht glückliche Menschen.

In dieser Welt gibt es viele kranke, arbeitslose, kriminelle, arme Menschen. Sie sind nutzlos für die Welt, keiner will sich mit ihnen beschäftigen. Wer es doch tut, ist wenig geachtet. Das erkennt man daran, dass diesen Professionen wenig Geld bezahlt wird. Geld wird nur für die weitere Beschleunigung ausgegeben, nicht etwa für Stagnation oder Verlangsamung.

Ich frage mich immer, wohin das führen soll. Was bringt es, wenn immer schneller immer mehr Müll angehäuft, immer mehr Umwelt zerstört wird und immer mehr Menschen nutzlos, arm, unglücklich oder krank gemacht werden?

Doch hat mich heute der Hinweis im Newsletter einer inspirierenden Heilerin (www.dieheilerin.at, „Spannender Kontrast“) aufgeklärt, wofür dies alles gut sein kann. Nämlich für die Gestaltung der anderen Welt, der, die völlig anders ausschaut, so, wie ich sie nämlich will.

 

In der anderen Welt gibt es unterschiedliche Geschwindigkeiten. Manches ist schnell, und manches ist langsam. Alle Schattierungen kommen vor, und zwar je nachdem, was gerade stimmig und gut ist. Alte Menschen sind langsamer als junge, vielleicht, vielleicht nicht! Sie gehen langsamer, denken aber vielleicht schneller.

In dieser anderen Welt hat alles die Zeit, die es braucht, damit es hochwertig, qualitätvoll, liebevoll sein kann. Pflanzen haben Zeit zu wachsen, ebenso wie Menschen Zeit haben sich zu entwickeln, jede und jeder in ihrem und seinem Tempo. Es gibt Fahrzeuge, die einen schnell von A nach B befördern, aber es gibt auch Pferdewagen, Fahrräder, die Füße. Und jedes ist geachtet, hat Platz.

Was Schutz braucht, wird geschützt in dieser anderen Welt. Dazu gehören Menschen, vor allem Kinder, Tiere, die gesamte Natur, Schönes. All das wird mich Achtsamkeit behandelt. Von allem wird gelernt in dieser anderen Welt.

In dieser anderen Welt gibt es so viele Maschinen, wie unbedingt notwendig sind, und so wenige wie möglich. Der Einsatz von Maschinen orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen, nicht umgekehrt.

In dieser anderen Welt müssen Menschen nicht dazu überredet oder gar über Angst und Drohungen gezwungen werden, irgendwelche Produkte zu kaufen, die ihnen letztendlich Schaden zufügen. Menschen entscheiden selbst über die Qualität ihres Zuhauses, ihrer Nahrung, ihrer medizinischen Versorgung und ihrer Informationsquellen.

In dieser anderen Welt wird respektiert, dass Kinder die Erwachsenen von morgen sind. Die Welt entwickelt sich weiter, die neuen Menschen bringen viel Neues schon mit. Es wird erkannt, dass alle voneinander lernen können, und vor allem, dass es ein miteinander-Lernen sein muss.

Alles hat seine Lebensberechtigung in dieser anderen Welt. Alle wissen, dass sie sich selber schaden, wenn sie etwas anderes auszurotten versuchen, – ob Bakterien, Viren, Tiere oder Menschen. In dieser anderen Welt wissen die Menschen, dass es darum geht mit Herausforderungen umgehen zu lernen, nicht das Alte, Gewohnte, Bequeme um jeden Preis zu erhalten. Die Menschen sind bereit ihre Grenzen zu erweitern, ihr Potenzial zu entfalten. Sie haben von früh auf gelernt, dass sie zu Großartigem fähig sind.

In dieser anderen Welt achten alle die Qualitäten in jeder und jedem einzelnen. Es ist bekannt, dass alle etwas beitragen wollen, jede und jeder nach ihren und seinen Fähigkeiten. Es gibt deshalb für jeden Arbeit, und jede Arbeit wird wertgeschätzt. So wie es für jede und jeden von Geburt an Versorgung (ein bedingungslos zugestandenes regelmäßiges Einkommen) und Nahrung und Wahrnehmung gibt, so gibt es auch Aufgaben. Denn jede und jeder hat etwas beizutragen. Deshalb gibt es in dieser anderen Welt keine Arbeitslosen, wenige Kranke, kaum Kriminelle und sicherlich keine Armen, die aus finanziellen Gründen an den Rand der Gemeinschaft gedrängt wurden.

In dieser anderen Welt müssen Menschen nicht zu irgendetwas gezwungen werden, damit das System aufrecht erhalten werden kann. Sie entscheiden selbst, als ernst genommener Teil einer Gemeinschaft, was das Beste für sie ist, und das ist das Beste für das Ganze. Die anderen sind immer Spiegel und Berater oder Beraterin, Unterstützende und Begleitende. Niemand bleibt allein, wenn er oder sie es nicht will, und jede und jeder schaut auf sich selbst.

Es wird anerkannt, dass jeder und jede das mitbringt, was gebraucht wird in dieser anderen Welt. Die Menschen erkennen das Gute in allen Personen, denen sie begegnen, das Verbindende, nicht so sehr das Trennende. Was sie unterscheidet, lernen die Menschen für die Weiterentwicklung ihres eigenen Lebens zu nutzen. Das lernen sie von Anfang an.

Du siehst, was da an Horrorbildern vor deinen Augen gestanden ist, hat sich schnell in ein wohliges neues Szenario verwandelt, in das du vielleicht gleich lustvoll und behaglich eintauchen willst. Du musst natürlich nicht mein Szenario nehmen. Gestalte dein eigenes und genieße es dir das Beste vorzustellen, was dir nur möglich ist. Fantasien haben Kraft!

Viel Freude dabei wünscht dir von Herzen

Gabi

In die Sonne geschrieben

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Nachdem ich früh von den sanften Strahlen geweckt worden bin, hab ich meinen Tag mit einem breiten Lächeln begonnen, das sich in feinen Wellen über meinen ganzen Körper ausgebreitet hat. Noch im Bett räkelte und streckte ich mich bis in die letzte Faser meines Körpers und schwang dann genüsslich meine Beine über den Rand. Mein Oberkörper schnellte in die Höh und meine Fußsohlen gaben sich leidenschaftlich dem ersten Kontakt mit dem kuschligen Bettvorleger hin.

Wärme streichelte zärtlich meinen Rücken, während ich die Brandung meines Atems durch meine Poren ein und aus strömen ließ. Sie leuchtete in allen Farben des Regenbogens.

Draußen vor dem Fenster blickte mir das frische Grün der ersten Blätter entgegen. Meine Arme und Hände tanzten ihren Tanz mit den Energien, fröhliches Vogelgezwitscher begleitete jede Übung. Der Duft von feuchtem Gras und warmem Holz hüllte mich ein.

Freude, Neugier, Offenheit, – ich fühle solche weiten und kraftvollen Gefühle in mir wachsen, bin wachsam für die Zeichen des Augenblicks. Mein Kind lacht mich an, mein Mann hat mir seine Liebe auf einem Zettel am Frühstückstisch hinterlassen, als er früh – sehr früh – aufgebrochen ist. Sie füllt den ganzen Raum und die Wellen des Lächelns erfahren frischen Wind.

Was willst du heute tun? – fragt freundlich die Welt. Die Sonne sagt, lachen! Mein Kind sagt, spielen! Mein Herz sagt, Worte finden! Worte für all das, was ich bin, was ich mir wünsche, was mir wichtig ist, was für mich das Leben lebenswert macht. Die richtigen Worte, die, die berühren und andere Menschen erreichen. Worte, die Raum lassen für andere Worte, die Türen öffnen und dunkle Winkel erhellen. Worte, die umarmen, beschützen, die längst vergessene scheue Wesen aus ihren dumpfen Verstecken hervor locken und Gefallen an sich finden lassen.

Da sprudelt es im strahlenden Hell des Tages, die Wörter blubbern hervor in ein Becken wohlwollenden Staunens, umringt von neugierigen Zaungästen wie dem zarten Aroma aus der Teetasse, dem quirlig melodiösen Rauschen des Wasserfalls oder dem beglückenden Anblick meines ins Spiel vertieften Kindes. Wie bunt die Farben, wie bunt die Geräusche, die Düfte, die Gefühle, die alle Nahrung sind für meine Worte. …

So habe ich mich an diesem kalten, trüben Aprilmorgen in die Sonne geschrieben, bin erwärmt und satt von frohen Bildern und einer süßen, befreienden Lebenslust.

Gabi