Archiv der Kategorie: Persönliches

Die Chance rundum glücklich zu sein!

Standard

Es erreichen uns genau die Informationen, für die wir auf dem Stand unserer Überzeugungen offen sind.

Seit dem Beginn dieser sogenannten „Corona-Krise“ habe ich viel gelernt. Eine der Haupterkenntnisse war: Es geht um mich! Darum, was ich denke, darum, was ich mir wünsche, darum, weshalb ich hier bin auf dieser Erde.

Mir ist klar geworden, dass ich mich darum kümmern muss. Ich, niemand sonst!

Als Kind habe ich um meine Besonderheiten und Bedürfnisse gewusst. Bloß damals war vieles davon nicht kompatibel mit meiner Umgebung. Ich habe mich angepasst und vergessen. Es wäre zu schmerzhaft gewesen. Kämpferin war ich keine. Ich habe stattdessen viele andere Fähigkeiten entwickelt, die teilweise nützlich sind. Teilweise versuche ich jetzt sie wieder zu verlernen.

Heute gelingt es mir mehr und mehr mich wieder auf meine Gefühle und Wahrnehmungen zu verlassen. Das bedeutet, ich weiß, mit wem ich Zeit verbringen möchte, wem ich vertrauen kann, welche Tätigkeiten mich nähren und wovon ich mehr wissen und erleben möchte. Ich weiß, was ich lieber meide.

Mein Maßstab: Was tut gut und fühlt sich richtig an?

Wenn ich mich selbst gut und richtig fühle, dann stelle ich Fragen und suche dort nach Antworten, wo ich ein ebensolches Gefühl wahrnehme.

Und das, so glaube ich, gilt für uns alle in gleicher Weise. Jeder und jede kommt so vermutlich auf unterschiedliche Antworten. Und auch das ist gut so.

Jedenfalls dürfen wir alle Fragen stellen!

Selbst, wenn wir das in jungen Jahren anders gelernt haben.

Wenn ich mir die aktuelle Sachlage aus meiner Perspektive anschaue, dann sehe ich ein Szenario, in dem gerade unser gesamtes Gesellschaftssystem infrage gestellt ist. – Die Chance auf einen Neubeginn für uns alle!

Denn ich sehe, dass wir in veralteten Strukturen feststecken, die wenigen unserer Besonderheiten und Bedürfnisse gerecht werden. Wir werden von Menschen gelenkt, die sich dafür angeboten haben, jedoch oft weder die Expertise noch die Bereitschaft haben eine solche einzuholen. Gleichzeitig leben wir in einem System, das Ausbildungs- und Befähigungsnachweise für die geringsten Tätigkeiten verlangt!

Es scheint, als konnten wir die Demokratie bisher noch nicht von den alten monarchischen Mustern lösen, die uns Menschen jahrhundertelang geprägt haben. Macht und Kontrolle locken viel zu häufig die politisch Aktiven. Und natürlich das Geld.

Sind wir imstande neu zu denken?

Ich fände es schön, wenn wir sagten:

Danke, ihr Regierungschefs, ihr Regierungschefinnen, ihr habt euer Bestes gegeben, das anerkennen wir. Doch das passt uns jetzt nicht mehr. Wir wollen nicht mehr gelenkt und kontrolliert werden durch Manipulation und Indoktrination.

Wir wollen echte Fachleute, die ihr Wissen und ihr Gespür dem großen Ganzen zur Verfügung stellen! Wir alle wollen unsere Mitverantwortung tragen, und ein Regieren auf Basis von Machtgefälle, Gier und Ressourcenplünderung können wir nicht länger verantworten.

Denn wer sollte entscheiden, wer wertvoller, wichtiger und nützlicher ist für unser aller Wohl? Alle unsere Besonderheiten haben Wert! Alle sollen ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend Anteil an dem unermesslichen Reichtum von Mutter Erde haben!

Lassen wir das Alte hinter uns!

Lernen wir es, bringen wir es uns selbst bei und helfen wir einander gegenseitig darin unsere unmittelbare Umgebung gemeinsam zu gestalten, so dass wir gerne darin leben!

Dazu braucht es die Bereitschaft loszulassen. Lassen wir den Glauben an die strengen Eltern los, die – während sie ihr Bestes gaben – doch vielfach nur brave, angepasste, der Norm entsprechende Kinder sehen wollten, Eltern, die uns – selbst oft hilflos – gelenkt und nach bestem Gewissen belehrt haben! Lassen wir den Glauben los, dass die Erwachsenen oder die Regierenden die Wahrheit gepachtet und das Recht haben, alle anderen nach ihrem Ebenbild oder ihren Bedürfnissen zu formen!

Es braucht auch eine Vision!

Sie schaut bei jeder und jedem wohl ein bisschen anders aus, doch sie beruht bei uns allen auf der Gewissheit, dass wir hier sind, um uns selbst kennenzulernen, unsere wahren Bedürfnisse zu entdecken und das Potenzial, das in uns steckt, mit Freude zu leben.

Kannst du dir vorstellen rundum glücklich zu sein?

Was würde für dich dazugehören?

  • ein liebevolles Miteinander im Kreise einer Gemeinschaft?
  • die Sicherheit immer genug Nahrung, Kleidung, Unterstützung zu haben?
  • Ausgewogenheit zwischen Stille und Aktivität in deinem persönlichen Maße?
  • die Möglichkeit für Rückzug ebenso wie für begeistertes Begegnen und Kreieren mit anderen?
  • das Gestalten von Projekten, an die du glaubst und die eine Bereicherung für die Gemeinschaft sind?
  • die Freiheit zu tun und zu denken, wie es dir entspricht?
  • die/der sein zu können, die/der du tatsächlich bist mit all deinen Besonderheiten und Bedürfnissen?
  • in einer Umgebung zu leben, die deine Sinne nährt und beflügelt durch Düfte, Farben und Lebewesen?
  • umgeben zu sein von gesunder, lebendiger Natur und dich als Teil davon empfinden zu können?

Wenn du willst, schreib deine Vorstellungen von glücklich-Sein in einen Kommentar. Es würde mich freuen, sie zu lesen!

Glaubst du auch, dass es jetzt an der Zeit ist unsere Schöpferkraft dafür einzusetzen?

Glaubst du auch, dass diese Revolution eine liebevolle ist, getragen von Selbstbewusstsein und gegenseitigem Respekt?

Nicht alle haben wir uns bisher erlaubt solche Überlegungen anzustellen. Nicht alle sehen die gleichen Zusammenhänge. Aber das ist ok. Die, die es tun, wirken so oder so.

Jemand, der jahrelang missachtet und dadurch hart geworden ist, braucht eine Weile, um liebevolle Unterstützung tatsächlich an sich heranzulassen. Wenn diese Person eine solche Unterstützung immer wieder verlässlich erfährt, kann etwas in ihr heilen.

Vielleicht hältst du das alles für haltloses Geschwätz?

Oder du findest dich in Resonanz mit der einen oder anderen Überlegung? Vielleicht habe ich dich auch zum Nachdenken gebracht und dir kommen neue Ideen dadurch? Das würde mich freuen.

Es war mir ein Anliegen mir dies von der Seele zu schreiben und ich danke dir für dein Interesse! Ich freue mich über deinen Kommentar!

Herzliche und zuversichtliche Grüße

Gabi

Hier noch ein paar links zu Videos, die mich beflügelt haben:

Interview mit Prof. Dr. Sucharit Bhakdi zu den Corona-Maßnahmen 2020

Astrologie und mehr:

Astrologin Silke Schäfer und Seom: Vortrag 2020 Teil 1

Teil 2

 

Mango – Glück und Diskrepanzen

Standard

Seit knapp sechs Wochen wohnt bei uns ein kleines Kätzchen, das uns durch ihre Anwesenheit sowohl das Herz erwärmt und ungeahnte neue Perspektiven aufzeigt, als auch große Verantwortung und Herausforderungen bedeutet.

hanging-sleepy

Wie sie uns gleich allen zuging, wie sie sich verständlich machte, schnell lernte und uns mit ihrer akrobatischen Veranlagung beeindruckte! Vor allem gefallen mir ihre Anmut und gleichzeitiges Draufgängertum bei der Jagd nach Papier-, Styropor- oder Stoffmäusen am Schnürl.

edelkatz

Wachsam und doch unglaublich entspannt, – jederzeit voll einsatzbereit und immer sooooo süß, wie mein Sohn nicht müde wird zu erwähnen. Sie weiß wohl nicht genau, ob ihr Name nun „Mango“ ist, oder vielleicht doch „soooo Süß“?

Naja, und wenn sie schläft! (schmelz …)

katzenkringel

Kompromisslos!

Ich liebe es zuzuschauen, wenn sie das kleine Hendl, das wir ihr als Mausersatz zur Verfügung gestellt haben, in hohem Bogen in der Luft auffängt, mit beiden Vorderpfoten an die Brust drückt und schließlich mit sich auf den Boden reißt, wo ihre Hinterpfoten mit einer Tirade von Schubsern auf das wehrlose Opfer einprasseln. Es sieht so aus, als würde sie ihren Spielkameraden kitzeln. Nun, in wenigen Monaten gibt sie dann so dem eben gefangenen Mittagessen noch die nötige Würze.

victory

Sicher und geborgen fühlt sie sich hier in diesen starken Armen. Völlig verständlich. Und das wünsche ich ihr auch für die Zukunft.

Es fällt uns schwer, doch müssen wir leider wieder von ihr Abschied nehmen, denn Tatsache ist: wir sind nicht als Gastgeber für eine kleine Katze geschaffen. Zu viel Trubel, Termine außer Haus, Bedürfnis nach Rückzug und Ruhe zu manchen Zeiten. Turbulenzen genug, auch ohne die erfrischende Lebendigkeit dieses bezaubernden Wesens.

So bin ich dankbar für diese Erfahrung, lehrreich und inspirierend wie sie ist, und freue mich, wenn unser Fellengerl ein stimmiges, freundliches und abenteuerbereites neues Zuhause gefunden hat.

Ja, und die Hoffnung ist nicht enttäuscht worden! Das Weihnachtsfest konnte Mango schon in ihrem neuen Zuhause in der Steiermark verbringen. Wir haben bereits Nachricht, dass sie sich gut eingelebt hat, – wie ja auch bei uns, – und dass dort liebevoller Raum ist für ihr aufgewecktes, neugieriges und kuschliges Naturell.

Frohe Grüße

Gabi

Reisetagebuch Eintrag 14

Standard

Wie prachtvoll der Sommer immer noch die Welt in strahlende Farben taucht!

Ich lerne gerade einen weiteren Schritt der Abnabelung, und dazu kann ich die fröhliche Farbenpracht und Wärme sehr gut gebrauchen. Wer seit geraumer Zeit erwachsen ist, wie ich, der würde vielleicht nicht daran denken, dass alte Kindheitsmuster noch immer sein Leben bestimmen und es in vieler Hinsicht hemmen oder einschränken. So wie ich es nicht dachte.

Mehr und mehr dieser Muster blubbern an die Wasseroberfläche meines Bewusstseins, und ich bin dankbar, dass sie blubbern!

***

Schon länger trage ich die tiefe Überzeugung in mir, dass wir Menschen unser Leben selbst gestalten durch das, woran wir glauben und was wir uns selber zugestehen. Als ich vor Jahren Louise L. Hay, besser gesagt eines ihrer Bücher, kennen gelernt habe, hat sich mein Leben tatsächlich radikal verändert. Ihre Ermutigung mich anzunehmen, wie ich bin, mich wertzuschätzen und mich das auch täglich immer wieder in Affirmationen wissen zu lassen, brachte völlig neue Kräfte in mir zutage. Ich fing an mir etwas wert zu sein, meine Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen (jetzt nämlich wirklich) und an die Möglichkeit ihrer Erfüllung zu glauben.

Auf diesem Weg des Sich-selber-ernst-Nehmens geht es oft lange Zeit sehr rund und flüssig dahin. Wenn auch schmerzhafte Erfahrungen daher kommen, erklären sie sich schon wenig später als wesentliche Chancen für Neues und BESSERES! Mein Leben ist reich und bunt, und an solchen Chancen mangelt es mir nicht.

Doch kann es passieren, dass vor lauter Befriedigung über das Gewonnene, vor lauter Stolz über den erfolgreichen Beweis für diese tiefe Überzeugung, der Schwung verloren geht. Dies ist der Zeitpunkt, an dem alte Muster wieder fröhlich das Kommando übernehmen und der Mensch sich fühlt, als würde er in der Falle sitzen. So wie ich.

„Ich habe es euch gezeigt! Es funktioniert wirklich!“ – Wie es scheint, war ich allen Ernstes der Ansicht nun alles Nötige getan zu haben und mich auf diesen Lorbeeren (eine wundervolle Partnerschaft, eine wundervolle Wohnung, ein wundervolles Kind, …) auszuruhen. Dass ich jemals wieder leiden oder unzufrieden sein könnte, – ich hätte es nicht erwartet! Aber ich litt. Und weil ich im Trubel des Trotzes, der Ungläubigkeit, des Haderns mit mir und der Welt auf viele der vorher gelernten Grundsätze vergessen habe, litt ich umso mehr.

***

Manchmal stehen die Erfahrungen, aus denen ich lerne, in keinem direkten Zusammenhang mit dem Inhalt dessen, was ich lerne. – Das möchte ich jedem pädagogisch tätigen Menschen groß ins Stammbuch schreiben!

Beispielsweise besuche ich ein Seminar zum Thema „Beckenboden“ nach der wunderbaren Franklin-Methode und komme nachhause mit dem Bewusstsein, dass meine Bedürfnisse ALLE wichtig sind. Und ich beginne zu sagen, was ich brauche, und vor allem, was ich nicht will (jetzt nämlich wirklich).

Im Grund ist jede Sache, die ich wirklich für mich mache, die mir Zeit und Raum für das Erleben meiner ganz persönlichen Natur gibt, eine Quelle von einschneidenden Erkenntnissen. Dinge und Erfahrungen, die mir mich selbst in meiner Kraft spüren lassen, bringen mich jedes mal enorm voran. Dabei lerne ich, was immer gerade ansteht gelernt zu werden.

Wie lange habe ich nicht getrommelt?! Gestern endlich konnte ich wieder einmal, und zwar auf einer geliehenen prachtvollen Ur-Ton Trommel, bespannt mit dem Fell eines Ziegenbocks, das intensive dunkle Bässe hervor brachte. Ein Krafterlebnis!

Wenn ich manches lange Zeit nicht gemacht habe, wofür ich erwiesener Maßen geschaffen bin, dann glaube ich oft nicht mehr daran, dass ich es kann. Doch beim Trommeln war ich mir sicher. Und ich werde es jetzt öfter tun, das weiß ich jetzt.

Was ich noch weiß, ist, dass ich eine ganz bestimmte Rolle in meinem Leben nicht mehr spielen will. Aus welchen Gründen auch immer habe ich gefühlter Weise schon immer die fürsorgliche Rolle einer Mutter für meine Eltern übernommen. Darüber habe ich immer wieder voll Rücksicht meinen eigenen Lebensfunken verdrängt und bin „verträgliche“, angepasste Wege gegangen. Ich habe es zugelassen, dass mich Ihre Sorgen und scheinbar aus Liebe zu ihrem Kind vorgebrachten Ängste bisher viel zu oft umgestimmt, mir jedenfalls enorme Kräfte gekostet und meinen Plänen häufig jede Brillanz genommen haben. Waren sie erst einmal zu Tode diskutiert, konnte ich sie gleich fallen lassen.

Aus damit! Was ich da übernommen habe, hat niemand von mir verlangt! Ich darf ehrlich Nein dazu sagen und mich wieder meinem eigenen Leben zuwenden. (Jetzt nämlich wirklich, Jippie!)

Ich bin bereit für all die weiteren Muster, die ich noch erkennen werde, wenn sie denn geblubbert kommen.

Und ich bin immer noch dankbar für meinen wundervollen Partner, mein wundervolles Kind, und für das wundervolle Haus, das irgendwo da draußen schon ungeduldig und voll Vorfreude darauf wartet von uns gefunden und bewohnt zu werden.

***

Glückliche Tage dir!

Gabi

Reisetagebuch Eintrag 13

Standard

Guten Morgen!

Nach drei Wochen Schreibpause gebe ich hier wieder ein Lebenszeichen von mir.

Ich habe tatsächlich rein gar nichts geschrieben in dieser Zeit! Dafür bin ich auf einem wirklich hohen Berg gewesen, habe einen beachtlichen Muskelkater überstanden, die grandiose Hitze genossen; ich habe verschiedene österreichische Regionen und Städte erlebt, köstliche Speisen geschmeckt und mir von kühlen Getränken so erquicklich das Leben retten lassen, wie bisher noch kaum in meinem Leben.

Die Liebe und das Leben haben mich sehr verwöhnt, und viel Neues erfüllt wieder mein Bewusstsein. Ich habe sogar einen Roman gelesen!

***

Vielleicht deshalb, weil derzeit wieder österreichische Verhältnisse herrschen, was den Sommer betrifft, und sich um mich schon wieder alles auf den Herbst ausrichtet, – mit Schulstart und derlei festgefahrenen Strukturen, – klopfen andere Realitäten an mein Bewusstseinstürl. Und innen drin höre ich es grumeln: „Ich bin nicht da. Keiner zuhause!“ – Keine Lust mich darauf einzulassen.

Es hat sich ja auch nicht viel geändert seit Juli an meiner allgemeinen Situation. Vielleicht habe ich es hier noch nicht erwähnt: ich lebe im Aufbruch. (Früher habe ich immer gesagt im Umbruch, und das war grundsätzlich eigentlich immer so. Menschen, die mir nach längerer Pause wieder begegnet sind, haben schon wissend genickt bei dieser altbekannten Antwort auf ihre Frage nach meinem Befinden.) Aber: ist es nicht so, dass sich immer etwas verändert? Wir entwickeln uns doch weiter, oder?

Nun, ich trage trotzdem den tiefen Wunsch in mir zu landen. – Ich habe es gleich zu Beginn hier erwähnt. Ankommen. An einem wohlwollenden, nährenden Ort, an dem ich freudig empfangen und aufgenommen werde mit meiner gesamten bunten Fülle von Eigenarten und Qualitäten. An dem ich mich niederlassen kann und aufgehoben bin, sicher und geborgen.

Ich fühle mich immer wieder, und derzeit wieder besonders massiv, wie der Fallschirmspringer, der zwar genießt zu schweben, aber die meiste Zeit damit zubringt einen Platz zum Landen zu finden. Einen guten Platz, einen wirklich idealen!

Ginge es nur um mich, – ich wäre schon sehr bald zufrieden. Glaube ich zumindest. Eine feine Wohnung irgendwo in einem alten Gebäude, mit Garten oder Balkon, in der Nähe Natur. Großes Wohnzimmer zum Tanzen, Schlafzimmer, Küche, Bad. – Die Protagonistin in dem Roman, den ich gelesen habe, hatte eine geniale Wohnung in Paris, edelste Lage und nur mit dem Besten ausgestattet. Keine moderne Kühle, sondern freundliche, natürliche, liebe- und wertvolle Gegenstände und Möbel. Gute Vorstellung!

Nun sind wir aber zu dritt. Es gibt auch noch andere Bedürfnisse und andere Vorstellungen und Notwendigkeiten. Zumindest sehe ich es so. Deshalb sende ich im Moment wohl eine ziemlich verwirrende Mischung aus Wünschen ans Universum, und habe deshalb auch noch keine „Lieferung“ erhalten. Ich bin verzweifelt. Und dann auch wieder nicht. Ich weiß ja, dass es so richtig ist, wie es ist. Die Welt ist ein Spiegel meiner inneren Überzeugungen und Gedanken. Die gilt es kennen zu lernen.

***

Schön, dass die Hilfe, die ich mir wünsche, so wunderbar und vielfältig zu mir flattert. In Form von Büchern, die jemand in einem Gespräch erwähnt, oder Menschen, die plötzlich in mein Leben treten. Ich merke, dass etwas in diesem Moment genau passt, an dem weiten und freien Gefühl im Bauch. Ein JA, wie wenn der Puzzleteil exakt in die offene Stelle einrastet.

Ich erlebe so viele Möglichkeiten, so viele Angebote und Einladungen genau für MICH! Da hüpft mein Herz, und ich weiß, dass ich gehört, geliebt und begleitet bin. Und das nicht von irgendeinem undefinierbaren, fernen Wesen, sondern von mir selbst!

Schritt für Schritt lerne ich die Resonanz erkennen, die mein bewusstes Denken und Wünschen in die mich umgebende Wirklichkeit übersetzt. Und dass Schmerzen, Tränen, Phasen der Traurigkeit und Schwere wie Geburtswehen sind, die das Neue hervorbringen, weil Altes verändert wird. Sobald ich das so erfasse, und mich liebevoll um mich kümmere, wenn es mir kurzfristig schlecht geht, dann kann ich der Transformation förmlich zuschauen.

***

Kürzlich habe ich auf der Autobahn ein Hinweisschild gesehen, das mir bisher nie aufgefallen war. Bernhard hat mir versichert, dass es „schon immer“ da war. Ich kann es mir durchaus denken, weil es sich um den Wegweiser zu einer Burg handelt, die sicher nicht erst voriges Jahr dort gebaut worden ist.

Wie eine Eingebung war für mich plötzlich die Botschaft da: mein Bewusstsein hat sich erweitert! Nun sehe ich etwas, was ich vorher nicht gesehen habe! Wow! Diesmal war es der Hinweis auf eine Burg, ein anderes Mal ist es vielleicht ein Mensch, den ich davor nicht beachtet hätte, oder ein Haus??!! Ein Haus, das genau für mich und uns geschaffen ist, so wie und wo wir im Moment gerade leben wollen!!

Es geht also voran, das weiß ich.

Und ich spüre es jetzt, wo ich das alles aufgeschrieben habe, viel klarer und deutlicher wieder in mir verankert, und mich im Leben verankert. Wirklich! Danke!

Freude und gutes Gelingen für dich!

Reisetagebuch Eintrag 12

Standard

Schön war es gestern auf dem See zu schaukeln!

Meine zwei Lieben haben günstig eine aufblasbare Insel erstanden, auf der wir gemütlich über den Pichlinger See getrieben sind, erst zu dritt, dann ich ganz alleine. Der leichte Wind blies sanft in die kleine Palme und wir mussten dann ganz schön weit wieder zu unserem Start zurück schwimmen. Die Insel trug Bernhard zeitweise als Turban auf dem Kopf dabei – ein witziger Anblick.

Das Wasser war wohlig temperiert, und die Sonne hat sich oft hinter den Schleierwolken verborgen, weshalb wir glücklich auf das Einschmieren verzichten konnten.

Während Boris und Bernhard fröhlich juchzend die Insel einem gnadenlosen Materialtest unterzogen, habe ich am Ufer die letzten Seiten eines Schnelldurchlaufbuches verschlungen. Eine nette, ansprechend erzählte Geschichte, deren Protagonistin so ganz anders ist als ich, und doch wieder nicht.

Schön war auch unser Besuch vorgestern bei unserer Freundin Sonnja, mit der zusammen wir die Keimzelle unserer neuen Lebensform darstellen: unser Kunterbuntes Dorf. Wie gut hat es getan gemeinsam das leckere Essen zu genießen und sich miteinander zuhause zu fühlen!

***

Heute Früh hat das leise Rauschen des Regens mich noch etwas länger in den Federn gehalten. Immer wieder bin ich eingeschlafen und habe interessante und seltsame Träume gehabt. Manchmal kommt mir das so vor wie ein innerliches Fernsehprogramm, das da läuft. Jeder „Film“ beeindruckt mich tief. Leider vergesse ich meist die vorhergehenden schnell wieder, wenn der nächste mich in seinen Bann zieht.

Schließlich bin ich aufgestanden um meine morgendliche Meditation zu machen, – bevor wieder ein neues Programm losgeht. Am Wochenende pausiere ich mit den Körperübungen meistens. Da ist mir mein Schlaf und die Zeit mit meinen Lieben wichtiger.

Die anstrengende Erfahrung mit meinem Vater aufarbeitend und im Begriff sie loszulassen, bin ich heute direkt zu meinem Buch gekommen. MEIN Buch, ein Vorhaben, das mich schon eine Weile befasst. Ich möchte ein Buch schreiben, in dem all das Wissen und die Erfahrungen, die mir mein bisheriges Leben gebracht hat, zu den Themen Wachsen, Lernen, Pädagogik, Schule usw., kompakt, verständlich und in klaren Bildern für ein breites Publikum lesbar werden.

Einige Anläufe habe ich schon genommen, mehrere Vorworte liegen schon auf meiner Computerfestplatte gespeichert. Ich habe gehört von den Anfangsschwierigkeiten eines jeden Autors (?), aber ich bin tief drinnen überzeugt, dass ich selber es bin, die mich daran hindert in den Fluss zu kommen. Ich darf damit aufhören!

Wie toll waren kürzlich all die Informationen, die ich zum Thema Schreiben plötzlich per Mail aus unterschiedlichen Quellen bekommen habe! Wow! Motivierend und inspirierend!

Vieles ist mir so klar, so selbstverständlich! Darüber will ich schreiben. Vielleicht hatte ich bisher immer noch Angst mit meiner Sicht der Dinge jemanden vor den Kopf zu stoßen? (- So wie ich ständig meinen Vater vor den Kopf stoße mit meinen Ideen und meiner Art zu leben!) Aus damit, – ich kann ja nicht ewig Rücksicht nehmen und dabei mein Eigenes zurück halten!

So sind also nach der Meditation gleich die Rädchen angesprungen, neue Ideen herauf geblubbert. Und alles hängt ja zusammen: habe ich geklärt, wie ich mich selber befreien kann von der alten Angst, jemandem auf den Schlips zu treten, dann bedeutet das gleichzeitig wieder eine Erkenntnis für mein Buch!

Wer hält nicht etwas zurück aus irgendeinem Grund? Aus Angst, oder aus Rücksicht? Oft wissen wir das nicht einmal mehr, weil uns als Kind das damals derart in Fleisch und Blut übergegangen ist. Es war ja nötig um zu überleben.

Jetzt sind wir Erwachsene und in manchen Situationen immer noch unbeholfen und tapsig wie ein kleines Kind. Eingeengt in unserem Bewegungsspielraum, geistig, aber oft auch körperlich. Denn das Geistige manifestiert sich mit der Zeit.

Mein Buch schaut aus einem neuen Blickwinkel auf unterschiedliche psychologische Themen, die mich regelmäßig befassen. Natürlich aus meinem Blickwinkel, der durch mein Erwachsen-Werden und Lernen geprägt ist.

Darauf freue ich mich schon! Halt mir die Daumen, dass ich dran bleibe!

Ich wünsche dir einen freudigen Tag mit viel Rücksicht auf deine eigenen Bedürfnisse und Gelüste!

Reisetagebuch Eintrag 11

Standard

Du, deine Überzeugung, deine Handlungen, dein Leben.

– Du hast ein Recht darauf und du hast es in der Hand, wie du jedes einzelne davon gestaltest.

Ich habe ein paar grimmige, schwermütige Tage hinter mir, in denen ich mich weit weg von innerem Frieden, von Zufriedenheit und einer Chance zu landen gefühlt habe. Es war, als würde ich überall abgewiesen werden, als würde mich keiner haben wollen, so wie ich da daher kam. Nein, nein, nein. – Wie die heilige Familie am Abend vor Weihnachten.

Während dieser ganzen Zeit konnte ich nicht sagen, was los war. Ich habe nur gewusst, dass ich verändert war, zermürbt, belastet. Ich habe mich krank gefühlt, so wie die Prinzessinnen in den Märchen, denen der Kummer um den verlorenen Prinzen – oder den falschen Ehemann – auf die Gesundheit schlägt. Ich habe gewusst, dass sonst nichts ist!

Meine Vermutung war, dass es mit dem Besuch bei meinen Eltern zu tun hat, mit dem Kontakt zu meinem Vater. Jetzt – heute – weiß ich, was es ist. Ganz klar habe ich auf einmal gesehen, woher die Last kam. – Angst!

***

Hast du jemals einem Kind zugeschaut, wie es auf einen Baum klettert, höher und höher? Du kannst nur zuschauen, und unten bleiben. Und vertrauen, dass es die richtigen Schritte setzt, sich an den richtigen Ästen festhält. Vertrauen! Und wenn es dann noch dein eigenes Kind ist! – Du kannst nur vertrauen.

Natürlich hast du Angst, spürst das ungute Ziehen irgendwo im Genitalbereich, im Wurzelchakra. Doch wirst du schreien? Wirst du dem Kind deine Angst, deine eigene Unsicherheit, deine Hilflosigkeit da hinauf schießen?

Ich habe nicht geschrien, ich habe vertraut, wenn mein Sohn seine Kletterlust ausgelebt hat. Ich habe die Freude und die Konzentration in seinem Gesicht erkannt und ihn von unten mit meiner Präsenz begleitet. Ich wusste: meine Angst gehört mir, dafür bin ich zuständig. Schieße ich sie ihm zu, wer weiß, vielleicht schieße ich ihn sogar herunter!

Er klettert sicher und wunderbar.

Das Gleiche gilt für das Leben!

***

Wir Eltern wünschen uns, dass es unseren Kindern gut geht, sie gesund und glücklich sind. Und manchmal haben wir Angst. Wenn wir sie nicht begleiten können, wenn sie sich auf neues Terrain wagen, wo wir selbst noch nie gewesen sind.

Dann können wir wieder nur vertrauen, und mit unserer eigenen Angst selber fertig werden! Denn sind es nicht unsere Kinder, stark und klug und absolut fähig? Sind es nicht ihre Entscheidungen, die sie treffen, auf der Basis dessen, was sie kennen und womit sie umzugehen gelernt haben? Ich verlasse mich, dass mein Kind weiß, was es sich zutrauen kann.

Und wenn es mich braucht, dann kann es jeder Zeit zu mir kommen! Dann bin ich da. Dann begleite ich es mit meiner Präsenz. Und ich werde mich hüten ihm etwas anderes spüren zu lassen als mein vollstes Vertrauen in seine Wahl, seine Entscheidungen, seine Kraft und Fähigkeit.

Das habe ich gelernt.

  • Wie schön es ist ein starkes, selbstsicheres Kind zu haben!
  • Wie traurig es ist, wenn Eltern nicht sehen, wozu ihr Kind imstande ist und mit ihrer Angst nach ihm werfen!

***

Ich klettere auf die unterschiedlichen Bäume meines Lebens, neugierig, gewandt, bewusst. Ich betrete Neuland, unbekanntes Terrain. Dort waren meine Eltern nicht, niemals. Wie könnten sie? So wie sie zuvor gehe ich über das hinaus, was die Elterngeneration kannte. Die Richtung ist vorgegeben, der Pfeil abgeschossen, – ich fliege!

Und dann kommt die Angst! Nicht meine Angst, die meines Vaters. So als wollte er den fliegenden Pfeil zurück pfeifen, – Moment, nein, NICHT! – wirft er seine Angst nach mir, schleudert sie mir um die Ohren.

Ich komme ins Trudeln, manchmal falle ich sogar herunter. Verdammt, nicht schon wieder! – möchte ich schreien.
Ich brauche eine Weile, bis ich mich wieder aufrapple. Die Richtung ist vorgegeben, – ich fliege wieder!

Das ist nicht meine Angst, dafür bin ich nicht zuständig. Das weiß ich jetzt. – Wie entlastend! Ich bin verantwortlich für meine eigene Angst, verantwortlich für mein Kind, wenn es Angst hat. Aber nicht für die Angst meines Vaters.

Der Baum, auf den ich klettere, mag ihm besonders gefährlich erscheinen, ihm besonders Angst machen. Ich hab mir diesen Baum gewählt. Für mich ist es der natürlichste Baum der Welt! Diese Angst hat mit mir nichts zu tun! Ich kann sie bei meinem Vater lassen, dankend ablehnen. Ablehnen!

Es geht mir wieder gut heute. Der Pfeil fliegt wieder!

Guten Flug auch dir!