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Schönes nährt uns

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Neue Schule – neuer Wohnplatz

Wir wollen in Wels Fuß fassen. Viele Menschen fragen uns, wie wir auf diese Idee kommen, und tatsächlich hat uns eine sehr mutige und zukunftsweisende Schule, – die da Vinci Akademie, – dorthin gelockt. Mir als leidenschaftlicher Pädagogin ist es eben ein Herzensanliegen, wie mein Sohn in seinem Aufwachsen begleitet wird. Die gewünschte Qualität finde ich dort.

Unterschiedliche Prioritäten

Wels hat sehr schöne Plätze und in der Stadt auch viel Grün. Zwischendrin allerdings stehen immer wieder überraschend funktional oder – besser – technisch interessant gebaute Häuser, die mich an den Stil von Touch Screen Handys erinnern, und die jeglicher Wärme und Wohligkeit oder auch Stil entbehren.

Funktion oder Verschandelung?

Tarek Leitner spricht in diesem Zusammenhang von Ingenieursbauten, Bauten, die auf dem Reißbrett entstehen als kreative Geistesblitze eines Bauingenieurs, und die heute ohne Skrupel im Handumdrehen verwirklicht werden, weil sie machbar sind. – Die modernen Technologien lassen es zu. Und sie sind „wirtschaftlich“.

Tarek Leitners Buch „Mut zur Schönheit – Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs“ ist mir heute per Zufall in die Hände gekommen. Im kurzen Reinlesen fand ich spannende Sichtweisen, Zusammenhänge und – einen Gleichgesinnten. ;o)

Wir sind lebendige, fühlende Wesen

Unser zutiefst menschliches Anliegen ist es, schön zu wohnen. Vielleicht fallen wir da aus der Norm, oder haben ein besonderes Empfinden davon, was schön ist. Uns liegt an Natürlichkeit, an weichen, gerundeten Formen, Material, das atmet und Strukturen, die optisch Harmonie ausstrahlen. Wir lieben Altbauten, weil dort diesen Anliegen großteils entsprochen ist.

Wir wissen, dass unser Lebensumfeld uns beeinflusst und wollen uns da wohlfühlen, wo wir viel Zeit unseres Lebens verbringen. Wir sind Menschen, denen Wertschätzung, Verständnis, Ruhe und Kreativität wichtig sind, – das alles wollen wir leben können.

Lebensqualitäten

Wir freuen uns voll Spannung auf den Platz, der unsere eigenen Qualitäten wie Liebe, Freude, Sinnlichkeit, Ästhetik,  Neugierde, Lebendigkeit und Weite aufnimmt und widerspiegelt. Es darf duften, nach Gebäck oder Gras, Blüten oder Holz, es darf klingen wie das Rauschen eines Baches, das Fahren von Zügen, das Zwitschern von Vögeln oder wie Glockengeläute. Und es darf sich anfühlen wie Heimkommen, willkommen-Sein, ein Lächeln, ausgebreitete Arme, ein Augenzwinkern der Lust auf’s Leben.

Schönheit ist Nahrung für unsere Seele, erfreut unser Herz und inspiriert unseren Geist.

Doch: Es braucht die Dunkelheit um das Licht zu erkennen!

(siehe Jason Mraz: Everything Is Sound  „… we all need the darkness to see the light …“ auf dem Album LOVE)

 

Gabi