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Kontrast

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Unvereinbar, nicht zusammenpassend …?

Zwei Welten, zwei Lebensvorstellungen, die nicht zusammen passen, – so geht es mir durch den Kopf. Zwei Welten, die aber neben einander existieren, was ich sehr verwirrend finde. Und dann aber auch als eine große Chance. Weil wir aus der einen lernen können, was wir in der anderen haben wollen!

Bauhaus-Uni Weimar

Die eine Welt rennt, wird immer schneller. Zumindest bestimmt Geschwindigkeit ihre Mottos, ihre Werbeslogans, ihre Planvorgaben. Nicht, dass es schnell sein DARF, nein, es MUSS alles schneller werden: die Fahrzeuge, die Erledigung von Aufgaben, die Menschen. Sonst gibt es kein Mithalten!

Und Gleiches gilt mit Präzision. Da dürfen keine Fehler passieren, alles muss sofort richtig sein, perfekt, 100%ig. Damit das überprüfbar wird, gibt es Normen, nach denen sich jeder und jede richten kann. (Obwohl: diese Welt ist nicht sonderlich gender-sensibel. – Viel zu umständlich, – das kostet Zeit!)

In dieser Welt werden ganze Berufe wegrationalisiert, weil die Arbeit auch von Maschinen durchgeführt werden kann. Es sind vielleicht einfache Tätigkeiten, die wenig Wissen oder intellektuelle Fähigkeiten erfordern. Der Schaffner in der Straßenbahn, oder der Hausmeister im Gemeindebau. – Oh, wie fehlen diese Menschen! – In dieser Welt gibt es Kontrollore und Putzfirmen, die punktuell, nach Plan, einschreiten, für Ordnung sorgen. Und Fahrkartenautomaten und Gegensprechanlagen, und verwahrloste Stiegenhäuser und einsame Menschen, – und arbeitslose Menschen.

In dieser Welt kostet die Arbeit von Menschen Geld, viel Geld, zu viel Geld. Man muss sparen! Denn auch Maschinen kosten Geld, und damit die Arbeit rational mit Maschinen erledigt werden kann, wird das Geld für den Bau dieser Maschinen gespart. Und natürlich für die Menschen, die solche Maschinen bauen können. Die verdienen viel. Die bekommen dann das Geld.

Die anderen sind in dieser Welt eben nicht so wertvoll. Manche Menschen werden nicht gebraucht. Wer keine Maschinen bauen kann, keine Computer bedienen kann, wer sich schwer tut sich den Anforderungen der Wirtschaft unter zu ordnen, der verdient auch kein Geld. In dieser Welt werden Menschen nicht in Konzentrationslager verbannt, aber sie werden finanziell und gesellschaftlich erpresst oder ausgehungert. Geld bedeutet Zugehörigkeit, – kein Geld bedeutet Ausgestoßen-Sein.

Deshalb werden in dieser Welt Kinder durch Schulen geschleust, mit Nachhilfe und Drohungen, Drill und Belohnungen gezwungen nicht sie selbst zu bleiben, sondern Maschinen bauen, Computer bedienen, sich den Anforderungen der Wirtschaft unterordnen zu können. In dieser Welt zählen funktionierende Menschen, nicht glückliche Menschen.

In dieser Welt gibt es viele kranke, arbeitslose, kriminelle, arme Menschen. Sie sind nutzlos für die Welt, keiner will sich mit ihnen beschäftigen. Wer es doch tut, ist wenig geachtet. Das erkennt man daran, dass diesen Professionen wenig Geld bezahlt wird. Geld wird nur für die weitere Beschleunigung ausgegeben, nicht etwa für Stagnation oder Verlangsamung.

Ich frage mich immer, wohin das führen soll. Was bringt es, wenn immer schneller immer mehr Müll angehäuft, immer mehr Umwelt zerstört wird und immer mehr Menschen nutzlos, arm, unglücklich oder krank gemacht werden?

Doch hat mich heute der Hinweis im Newsletter einer inspirierenden Heilerin (www.dieheilerin.at, „Spannender Kontrast“) aufgeklärt, wofür dies alles gut sein kann. Nämlich für die Gestaltung der anderen Welt, der, die völlig anders ausschaut, so, wie ich sie nämlich will.

 

In der anderen Welt gibt es unterschiedliche Geschwindigkeiten. Manches ist schnell, und manches ist langsam. Alle Schattierungen kommen vor, und zwar je nachdem, was gerade stimmig und gut ist. Alte Menschen sind langsamer als junge, vielleicht, vielleicht nicht! Sie gehen langsamer, denken aber vielleicht schneller.

In dieser anderen Welt hat alles die Zeit, die es braucht, damit es hochwertig, qualitätvoll, liebevoll sein kann. Pflanzen haben Zeit zu wachsen, ebenso wie Menschen Zeit haben sich zu entwickeln, jede und jeder in ihrem und seinem Tempo. Es gibt Fahrzeuge, die einen schnell von A nach B befördern, aber es gibt auch Pferdewagen, Fahrräder, die Füße. Und jedes ist geachtet, hat Platz.

Was Schutz braucht, wird geschützt in dieser anderen Welt. Dazu gehören Menschen, vor allem Kinder, Tiere, die gesamte Natur, Schönes. All das wird mich Achtsamkeit behandelt. Von allem wird gelernt in dieser anderen Welt.

In dieser anderen Welt gibt es so viele Maschinen, wie unbedingt notwendig sind, und so wenige wie möglich. Der Einsatz von Maschinen orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen, nicht umgekehrt.

In dieser anderen Welt müssen Menschen nicht dazu überredet oder gar über Angst und Drohungen gezwungen werden, irgendwelche Produkte zu kaufen, die ihnen letztendlich Schaden zufügen. Menschen entscheiden selbst über die Qualität ihres Zuhauses, ihrer Nahrung, ihrer medizinischen Versorgung und ihrer Informationsquellen.

In dieser anderen Welt wird respektiert, dass Kinder die Erwachsenen von morgen sind. Die Welt entwickelt sich weiter, die neuen Menschen bringen viel Neues schon mit. Es wird erkannt, dass alle voneinander lernen können, und vor allem, dass es ein miteinander-Lernen sein muss.

Alles hat seine Lebensberechtigung in dieser anderen Welt. Alle wissen, dass sie sich selber schaden, wenn sie etwas anderes auszurotten versuchen, – ob Bakterien, Viren, Tiere oder Menschen. In dieser anderen Welt wissen die Menschen, dass es darum geht mit Herausforderungen umgehen zu lernen, nicht das Alte, Gewohnte, Bequeme um jeden Preis zu erhalten. Die Menschen sind bereit ihre Grenzen zu erweitern, ihr Potenzial zu entfalten. Sie haben von früh auf gelernt, dass sie zu Großartigem fähig sind.

In dieser anderen Welt achten alle die Qualitäten in jeder und jedem einzelnen. Es ist bekannt, dass alle etwas beitragen wollen, jede und jeder nach ihren und seinen Fähigkeiten. Es gibt deshalb für jeden Arbeit, und jede Arbeit wird wertgeschätzt. So wie es für jede und jeden von Geburt an Versorgung (ein bedingungslos zugestandenes regelmäßiges Einkommen) und Nahrung und Wahrnehmung gibt, so gibt es auch Aufgaben. Denn jede und jeder hat etwas beizutragen. Deshalb gibt es in dieser anderen Welt keine Arbeitslosen, wenige Kranke, kaum Kriminelle und sicherlich keine Armen, die aus finanziellen Gründen an den Rand der Gemeinschaft gedrängt wurden.

In dieser anderen Welt müssen Menschen nicht zu irgendetwas gezwungen werden, damit das System aufrecht erhalten werden kann. Sie entscheiden selbst, als ernst genommener Teil einer Gemeinschaft, was das Beste für sie ist, und das ist das Beste für das Ganze. Die anderen sind immer Spiegel und Berater oder Beraterin, Unterstützende und Begleitende. Niemand bleibt allein, wenn er oder sie es nicht will, und jede und jeder schaut auf sich selbst.

Es wird anerkannt, dass jeder und jede das mitbringt, was gebraucht wird in dieser anderen Welt. Die Menschen erkennen das Gute in allen Personen, denen sie begegnen, das Verbindende, nicht so sehr das Trennende. Was sie unterscheidet, lernen die Menschen für die Weiterentwicklung ihres eigenen Lebens zu nutzen. Das lernen sie von Anfang an.

Du siehst, was da an Horrorbildern vor deinen Augen gestanden ist, hat sich schnell in ein wohliges neues Szenario verwandelt, in das du vielleicht gleich lustvoll und behaglich eintauchen willst. Du musst natürlich nicht mein Szenario nehmen. Gestalte dein eigenes und genieße es dir das Beste vorzustellen, was dir nur möglich ist. Fantasien haben Kraft!

Viel Freude dabei wünscht dir von Herzen

Gabi

Wie wir unsere Kinder sehen

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Freund oder Feind?

Kinder entspringen unserer Fortpflanzungsfähigkeit, sind ein Produkt unserer natürlichen menschlichen Triebe*. Diese Triebe können verteufelt oder ehrfürchtig als Quelle von Wundern erkannt werden. Genauso wie auch folglich die Kinder.

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Wie wir Menschen mit uns selbst umgehen, ob wir unser Handeln und Schaffen als wertvoll und gut ansehen, oder ob wir uns eher als willenlose Opfer fühlen, ohne Handlungsspielraum, als bloße Handlanger anderer, das wirkt sich auch auf die Sicht auf unsere Kinder aus.

Wer ihren starken Lebens- und Entdeckerwillen als Bedrohung empfindet, weil der eigene Wille lange gebrochen ist, der hat wenig Interesse daran, Kinder wachsen, sich glücklich entwickeln zu sehen. Er wird danach trachten Kinder zu regulieren, wie er das auch mit Flüssen und Pflanzen tut, ihr Tun und Treiben in klare Bahnen zu lenken, weil er das selber ja auch erlebt hat. Die Bedrohung muss unter Kontrolle gehalten werden. Kinder müssen gebildet werden.

Biologie, Hirnforschung, Pädagogik, Kunst

In all diesen Bereichen wurden in den vergangenen Jahren Bücher und Filme veröffentlicht, die sich mit dem Thema Bildung beschäftigen. Und es werden immer mehr. Für mich zumindest, denn meine Spürnase entdeckt diese Thematik mittlerweile ja schon fast überall.

Zwei Bücher möchte ich zum Thema heraus greifen:

Eines stammt von John T. Gatto, einem Lehrer, der in New York in seinen fast 30 Jahren Amtszeit zahlreiche Auszeichnungen in seinem Fach erhalten hat. Es wurde von Dagmar Neubronner ins Deutsche übersetzt. (Neubronner ist Mutter der zwei berühmtesten deutschen Schulabbrecher, hat einen Verlag gegründet und veröffentlicht über diesen eine bunte Auswahl einschlägiger Werke zum Thema Freiheit des Lernens.)

Von dem Buch, im Englischen „Dumbing Us Down“, in der deutschen Übersetzung „Verdummt noch mal“, sind auf der Genius-Website ein paar Seiten online zum Einlesen.

Wer gedacht hätte, der viel geschätzte Lehrer beschreibt stolz seine pädagogischen Errungenschaften und verrät Tipps und Tricks für seine Berufskollegen, den hat sicher schon der Titel verwirrt. Und nach der Einleitung ist vollends klar, dass dieses Werk ein anderes Ziel verfolgt. Was die Kinderseele schon irgendwie gespürt hat, wird hier messerscharf analysiert und ohne Beschönigung vor uns ausgebreitet.

Die verdeckten Lektionen, die unabhängig von Inhalten an jeder Regelschule vermittelt werden, sind verdummt_mnoch_malnach Gatto:

  • Verwirrung
  • Gesellschaftliche Schichtung
  • Gleichgültigkeit
  • Emotionale Abhängigkeit
  • Intellektuelle Abhängigkeit
  • Labiles Selbstbewusstsein
  • Man kann sich nicht verstecken

Lest selbst!

Als kleiner Appetithappen noch ein Zitat aus dem Vorwort: „Als ich in einem Vortrag unter anderem die berühmten sieben Gatto-Lektionen (Kapitel 1) präsentierte, verteilten wir vorher ‚Kotztüten‘ (wie im Flugzeug), nach dem Motto: Es könnte einem schlecht werden, wenn man begreift, wie Regelschulen die Lernfähigkeit unserer Kinder systematisch untergraben.“ (Vera F. Birkenbiehl)

Väter und Söhne

Aber es geht auch anders:

In „Mein Vater mein Freund Das Geheimnis glücklicher Söhne“ schreiben Arno und sein Sohn Andre Stern jeweils von ihrer Kindheit und Jugend und der Rolle, die der Vater in ihrem Leben spielt. Ein Bild von Respekt, Vertrauen und gegenseitiger Neugier entsteht vor dem Auge des Lesers/der Leserin, ein Bild der Entfaltung, der Kreativität und der Schaffensfreude. Mein Vater mein Freund

Die Umstände waren oft nicht gerade bequem und attraktiv, doch immer gab es Handlungsspielräume, für Eltern wie für Kinder. Und gegenseitiges Vertrauen, das auf einem generellen Vertrauen der Eltern in sich selbst fußte.

Was alles entstehen kann, wie originell und kraftvoll sich Lebenswege offenbaren, freut das Herz, inspiriert und gibt Vertrauen.

Das Potenzial Kinder

Was ist aus dem Vertrauen geworden, das Bauern ihrer Saat, Eltern ihren Kindern entgegenbringen? Es war Andre Stern in seinem Vortrag in Wels, der mit einem Bild das Publikum zumindest zum Lachen brachte.

Er erzählte von einem Mangokern, der in einem Glas Wasser nach wenigen Tagen aufbricht und zu keimen beginnt. „mango-329436_1280Niemand würde sagen, das ist ein außergewöhnlich begabter Mangokern!“- Hier kam der Lacher. – Das ist es einfach, was Mangokerne tun, wenn sie die geeigneten Bedingungen vorfinden.

Aber Kinder, die ihre Talente entfalten, weil sie dafür Raum, Zeit und Vertrauen bekommen, gelten schnell als hochbegabt in Kontrast zu den vielen anderen, die dies nicht tun. Wenige nur erkennen, dass diesen bloß die geeigneten Bedingungen fehlen. (aus der Erinnerung an den Vortrag von Arno Stern am 13. Oktober 2014 in Wels)

Der Widerspruch in sich

Wundern wir uns denn noch über die verheerenden Flutkatastrophen, die Städte und Dörfer entlang säuberlich regulierter Flüsse heimsuchen?

Wundern wir uns noch über die jährlich widerstandsfähiger werdenden „Schädlinge“, die über pestizidgetränkte Felder und Plantagen herfallen?

high-water-123200_1280Ich wundere mich nicht über die Gewalt und Aggressivität bei Kindern und Jugendlichen, deren Lebendigkeit durch sorgfältige Regulierung aller natürlichen Antriebe und gehirnwäscherischer Manipulation authentischer Wünsche und Bedürfnisse behindert wird. Wie die natürliche Kraft des Flusses muss auch die der Kinder irgendwo Ausdruck finden. Das ist physikalisches Gesetz!

 

 

Dies ist uns vielen ja schon einigermaßen klar, …

ABER …

gelingt es uns auch entsprechend dieser Erkenntnis zu handeln?

  • Wagen wir es, entgegen aller medialer Berieselung, uns selbst in den Mittelpunkt zu stellen?
  • Wagen wir es selbst zu denken und unseren Gefühlen (und körperlichen Symptomen) Glauben zu schenken?
  • Wagen wir es unseren Kindern zu glauben anstatt ihnen weiter jede Kompetenz zur Wahrnehmung ihrer eigenen Bedürfnisse und Gefühle abzusprechen?
  • Wagen wir es uns dem allgemeinen Fortschritt in den Weg zu stellen, uns aus dem Konkurrenzkampf zurück zu ziehen und gemeinsam mit anderen menschliche Werte entstehen zu lassen?
  • Wagen wir es unsere natürlichen Triebe und unsere Kinder wieder als Quelle von Wundern zu erkennen?

Wunder

Wer braucht noch Wunder, wenn eh schon alles technisch machbar ist?

Unsere Kinder zeigen uns, dass wir alles lernen können. Ob Sprechen, Gehen, Freundlichkeit, Kämpfen, Mechanik, Geometrie, Tanzen, Schach Spielen, Ski Fahren, Zweifeln oder Vertrauen. Stimmen die Bedingungen, so werden sie entweder zu RennfahrerInnen oder zu SozialarbeiterInnen, zu BaumeisterInnen oder Reinigungsfachleuten, zu ehrlichen, mitfühlenden und selbstsicheren Persönlichkeiten oder zu aggressiven, zerstörerischen, hilflosen AußenseiterInnen.

Es ist k/ein Wunder. Und alles hat seinen Wert und seine Berechtigung!

binoculars-100590_1280Wichtig hier ist der Punkt, dass wir Vorbilder sind. Wie wir unsere Kinder sehen, so sehen sie uns, so sehen sie die Welt, so sehen sie sich selber. Sperren wir sie ein, regulieren wir sie, stecken wir sie in ein Korsett aus absolutistischen Strukturen, dann sehen sie unsere Eingesperrtheit, die Welt als tote Ödnis, sich selbst machtlos ohne Wert und Nutzen.

Wäre es nicht schön, wenn Kinder wachsen und lebendig bleiben könnten in dem Bewusstsein kompetent, stark und liebenswert zu sein, etwas in der Welt bewirken zu können und vor allem mit ihrem persönlichen Beitrag willkommen zu sein?

Können wir Kinder so sehen? Können wir zuerst einmal uns selbst so sehen?

Ich weiß, das ist ein gutes Stück Arbeit. Doch für alle, die es ernst nehmen, von großer Freude und bereicherndem Erfolg gekrönt.

Danke für dein Interesse und eine Wunder-volle Zeit!

Gabi

Magisterarbeit „Tanz in der Schule“

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Vorwort

Tanzbeine

Foto: Ch. Wlach

Tanzen hat eine große Bedeutung in meinem Leben. Wenn ich mich zu Musik bewege, wenn mich der Rhythmus erfasst und ich meinem Körper freien Lauf lassen kann, dann fühle ich mich ganz und glücklich.

Dass es anderen ebenso geht, konnte ich auf unterschiedliche Weise erleben. In Kursen, an denen ich selber teilnahm, oder solchen, die ich leitete. Oder bei Aufführungen, die uns alle mit Enthusiasmus erfüllten und für eine Weile tatsächlich der Mittelpunkt unserer Welt sein ließen. Ich sah Kinder, die mit freudiger Begeisterung und heiligem Ernst ihre eigenen ausgefeilten Bewegungen kreierten, bevor sie glücklich hinaus zu ihren Eltern liefen und ganz von Selbstbewusstsein und Zufriedenheit strotzten. Und ich durfte eine Klasse von achtjährigen SchülerInnen erleben, die nie zuvor auf einer Bühne gestanden hatten, und die ihre einstudierte Choreografie in wunderbarer Verbrüderung gemeinsam und stolz meisterten.

Guter Tanzunterricht fördert das Beste im Menschen, so bin ich überzeugt. Die Arbeit daran, mit dem ganzen Körper etwas auszudrücken, nichts zu verstecken und mit seinen Gefühlen mit der Musik oder mit anderen Menschen in Resonanz zu kommen, bringt immer wieder neue Entdeckungen über die Welt im Außen, aber auch über uns selber. Der Körper ist unser erstes Kommunikationsorgan, er liebt die Bewegung, er braucht die Bewegung wie die Luft zum Atmen.

Wie es Sir Simon Rattle in dem Film “ Rhythm is it“ ausdrückte: „This is not a luxury, it is a necessity! People need it like the air they breathe and the water they drink.“  (siehe: www.youtube.com/watch?v=_e-cwOn5w3A)

Hier findest du die ganze Arbeit als pdf.

Bitte beachte bei Verwendung von Textteilen oder Bildern aus diesem Dokument die Herkunft anzugeben!  Danke!

Magisterarbeit Gabi Gleiss