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Kontrast

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Unvereinbar, nicht zusammenpassend …?

Zwei Welten, zwei Lebensvorstellungen, die nicht zusammen passen, – so geht es mir durch den Kopf. Zwei Welten, die aber neben einander existieren, was ich sehr verwirrend finde. Und dann aber auch als eine große Chance. Weil wir aus der einen lernen können, was wir in der anderen haben wollen!

Bauhaus-Uni Weimar

Die eine Welt rennt, wird immer schneller. Zumindest bestimmt Geschwindigkeit ihre Mottos, ihre Werbeslogans, ihre Planvorgaben. Nicht, dass es schnell sein DARF, nein, es MUSS alles schneller werden: die Fahrzeuge, die Erledigung von Aufgaben, die Menschen. Sonst gibt es kein Mithalten!

Und Gleiches gilt mit Präzision. Da dürfen keine Fehler passieren, alles muss sofort richtig sein, perfekt, 100%ig. Damit das überprüfbar wird, gibt es Normen, nach denen sich jeder und jede richten kann. (Obwohl: diese Welt ist nicht sonderlich gender-sensibel. – Viel zu umständlich, – das kostet Zeit!)

In dieser Welt werden ganze Berufe wegrationalisiert, weil die Arbeit auch von Maschinen durchgeführt werden kann. Es sind vielleicht einfache Tätigkeiten, die wenig Wissen oder intellektuelle Fähigkeiten erfordern. Der Schaffner in der Straßenbahn, oder der Hausmeister im Gemeindebau. – Oh, wie fehlen diese Menschen! – In dieser Welt gibt es Kontrollore und Putzfirmen, die punktuell, nach Plan, einschreiten, für Ordnung sorgen. Und Fahrkartenautomaten und Gegensprechanlagen, und verwahrloste Stiegenhäuser und einsame Menschen, – und arbeitslose Menschen.

In dieser Welt kostet die Arbeit von Menschen Geld, viel Geld, zu viel Geld. Man muss sparen! Denn auch Maschinen kosten Geld, und damit die Arbeit rational mit Maschinen erledigt werden kann, wird das Geld für den Bau dieser Maschinen gespart. Und natürlich für die Menschen, die solche Maschinen bauen können. Die verdienen viel. Die bekommen dann das Geld.

Die anderen sind in dieser Welt eben nicht so wertvoll. Manche Menschen werden nicht gebraucht. Wer keine Maschinen bauen kann, keine Computer bedienen kann, wer sich schwer tut sich den Anforderungen der Wirtschaft unter zu ordnen, der verdient auch kein Geld. In dieser Welt werden Menschen nicht in Konzentrationslager verbannt, aber sie werden finanziell und gesellschaftlich erpresst oder ausgehungert. Geld bedeutet Zugehörigkeit, – kein Geld bedeutet Ausgestoßen-Sein.

Deshalb werden in dieser Welt Kinder durch Schulen geschleust, mit Nachhilfe und Drohungen, Drill und Belohnungen gezwungen nicht sie selbst zu bleiben, sondern Maschinen bauen, Computer bedienen, sich den Anforderungen der Wirtschaft unterordnen zu können. In dieser Welt zählen funktionierende Menschen, nicht glückliche Menschen.

In dieser Welt gibt es viele kranke, arbeitslose, kriminelle, arme Menschen. Sie sind nutzlos für die Welt, keiner will sich mit ihnen beschäftigen. Wer es doch tut, ist wenig geachtet. Das erkennt man daran, dass diesen Professionen wenig Geld bezahlt wird. Geld wird nur für die weitere Beschleunigung ausgegeben, nicht etwa für Stagnation oder Verlangsamung.

Ich frage mich immer, wohin das führen soll. Was bringt es, wenn immer schneller immer mehr Müll angehäuft, immer mehr Umwelt zerstört wird und immer mehr Menschen nutzlos, arm, unglücklich oder krank gemacht werden?

Doch hat mich heute der Hinweis im Newsletter einer inspirierenden Heilerin (www.dieheilerin.at, „Spannender Kontrast“) aufgeklärt, wofür dies alles gut sein kann. Nämlich für die Gestaltung der anderen Welt, der, die völlig anders ausschaut, so, wie ich sie nämlich will.

 

In der anderen Welt gibt es unterschiedliche Geschwindigkeiten. Manches ist schnell, und manches ist langsam. Alle Schattierungen kommen vor, und zwar je nachdem, was gerade stimmig und gut ist. Alte Menschen sind langsamer als junge, vielleicht, vielleicht nicht! Sie gehen langsamer, denken aber vielleicht schneller.

In dieser anderen Welt hat alles die Zeit, die es braucht, damit es hochwertig, qualitätvoll, liebevoll sein kann. Pflanzen haben Zeit zu wachsen, ebenso wie Menschen Zeit haben sich zu entwickeln, jede und jeder in ihrem und seinem Tempo. Es gibt Fahrzeuge, die einen schnell von A nach B befördern, aber es gibt auch Pferdewagen, Fahrräder, die Füße. Und jedes ist geachtet, hat Platz.

Was Schutz braucht, wird geschützt in dieser anderen Welt. Dazu gehören Menschen, vor allem Kinder, Tiere, die gesamte Natur, Schönes. All das wird mich Achtsamkeit behandelt. Von allem wird gelernt in dieser anderen Welt.

In dieser anderen Welt gibt es so viele Maschinen, wie unbedingt notwendig sind, und so wenige wie möglich. Der Einsatz von Maschinen orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen, nicht umgekehrt.

In dieser anderen Welt müssen Menschen nicht dazu überredet oder gar über Angst und Drohungen gezwungen werden, irgendwelche Produkte zu kaufen, die ihnen letztendlich Schaden zufügen. Menschen entscheiden selbst über die Qualität ihres Zuhauses, ihrer Nahrung, ihrer medizinischen Versorgung und ihrer Informationsquellen.

In dieser anderen Welt wird respektiert, dass Kinder die Erwachsenen von morgen sind. Die Welt entwickelt sich weiter, die neuen Menschen bringen viel Neues schon mit. Es wird erkannt, dass alle voneinander lernen können, und vor allem, dass es ein miteinander-Lernen sein muss.

Alles hat seine Lebensberechtigung in dieser anderen Welt. Alle wissen, dass sie sich selber schaden, wenn sie etwas anderes auszurotten versuchen, – ob Bakterien, Viren, Tiere oder Menschen. In dieser anderen Welt wissen die Menschen, dass es darum geht mit Herausforderungen umgehen zu lernen, nicht das Alte, Gewohnte, Bequeme um jeden Preis zu erhalten. Die Menschen sind bereit ihre Grenzen zu erweitern, ihr Potenzial zu entfalten. Sie haben von früh auf gelernt, dass sie zu Großartigem fähig sind.

In dieser anderen Welt achten alle die Qualitäten in jeder und jedem einzelnen. Es ist bekannt, dass alle etwas beitragen wollen, jede und jeder nach ihren und seinen Fähigkeiten. Es gibt deshalb für jeden Arbeit, und jede Arbeit wird wertgeschätzt. So wie es für jede und jeden von Geburt an Versorgung (ein bedingungslos zugestandenes regelmäßiges Einkommen) und Nahrung und Wahrnehmung gibt, so gibt es auch Aufgaben. Denn jede und jeder hat etwas beizutragen. Deshalb gibt es in dieser anderen Welt keine Arbeitslosen, wenige Kranke, kaum Kriminelle und sicherlich keine Armen, die aus finanziellen Gründen an den Rand der Gemeinschaft gedrängt wurden.

In dieser anderen Welt müssen Menschen nicht zu irgendetwas gezwungen werden, damit das System aufrecht erhalten werden kann. Sie entscheiden selbst, als ernst genommener Teil einer Gemeinschaft, was das Beste für sie ist, und das ist das Beste für das Ganze. Die anderen sind immer Spiegel und Berater oder Beraterin, Unterstützende und Begleitende. Niemand bleibt allein, wenn er oder sie es nicht will, und jede und jeder schaut auf sich selbst.

Es wird anerkannt, dass jeder und jede das mitbringt, was gebraucht wird in dieser anderen Welt. Die Menschen erkennen das Gute in allen Personen, denen sie begegnen, das Verbindende, nicht so sehr das Trennende. Was sie unterscheidet, lernen die Menschen für die Weiterentwicklung ihres eigenen Lebens zu nutzen. Das lernen sie von Anfang an.

Du siehst, was da an Horrorbildern vor deinen Augen gestanden ist, hat sich schnell in ein wohliges neues Szenario verwandelt, in das du vielleicht gleich lustvoll und behaglich eintauchen willst. Du musst natürlich nicht mein Szenario nehmen. Gestalte dein eigenes und genieße es dir das Beste vorzustellen, was dir nur möglich ist. Fantasien haben Kraft!

Viel Freude dabei wünscht dir von Herzen

Gabi

Pädagogische Konzepte menschlich umgesetzt

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„Personorientierte Begabungsförderung“ heißt der Titel eines Buches, an dem auch der wissenschaftliche Mentor der DaVinci Akademie Wels, Dr. Günter Schmid, mitgeschrieben hat. Es will aktuelle Erkenntnisse aus pädagogischer Forschung für den Schulkontext greifbar machen.

Ich habe das Buch noch nicht gelesen, kann also dazu nicht Stellung nehmen. Doch habe ich Herrn Dr. Schmid am Elternabend in der DaVinci Akademie gehört, und seine Gedanken sind weiterer Brennstoff unter mein inneres Feuer für die Art und Weise, wie Kinder in ihrer Entwicklung von Erwachsenen bestmöglich begleitet werden können.

Es gab schon Momente, in denen ich dachte, der Platz, an dem die Prinzipien dieser personorientierten Pädagogik angewandt werden, muss erst geschaffen werden, zumindest in Österreich. Oder er ist nur im kleinen Kreis einer selbst sehr kreativen, geistig offenen und extrem flexiblen Familie mit großem Selbstvertrauen und dem feinen Gespür für die wahren Bedürfnisse von großen und kleinen Kindern lebbar. Doch die DaVinci Akademie versprach mit ihrem Programm und dem dafür geschaffenen Raum tatsächlich genau dieser Platz zu sein.

Kürzlich hatte ich dann das große Glück André Stern (er ist in einer wie dieser oben beschriebenen Art Familie aufgewachsen) in Wels sprechen zu hören und zu erleben. Wie er da von seinem kleinen Sohn Antonin in lebhaften Farben und Bildern berichtete, konnte ich auch die freudige Begeisterung meines eigenen Sohnes verfolgen, den die Authentizität und Begeisterung von André in seinen Bann zog. Obwohl schon wirklich erschöpft von seinen eigenen Herausforderungen des Tages, wollte er keine Minute vor Ende der Veranstaltung den Saal verlassen.

Was hat ihn so gefesselt?

Sicher hat ihn das, was Herr Stern voll Energie und Feuer in klare, plastische Worte gefasst hat, auf einer sehr besonderen Wellenlänge getroffen, – anders wohl, als viele Erwachsene, die ebenso an seinen Lippen hingen. Ich glaube, dass er sich so sehr verstanden gefühlt hat und in seinen Bedürfnissen wiedergespiegelt, weil auch er in einer ähnlichen vertrauensvollen Atmosphäre die elf Jahre seines bisherigen Lebens verbracht hat. Auch ihm wurde im Großen und Ganzen alle Begabung und Kraft zugetraut, die ein Mensch braucht um im Leben seinen Weg zu gehen – so wie man es jedem, von André Stern in humorvoll nachvollziehbarer Weise zitierten,  Mangokern zugestehen wird. – Personzentrierte Begleitung oder Pädagogik eben.

Mein Sohn hat daraufhin die Realität in seiner neuen Lernumgebung DaVinci Akademie nochmals mit anderen Augen zu sehen und scheinbar vieles zu vermissen begonnen. Das hat mich traurig und nachdenklich gemacht.

Bei mir stießen die Worte Sterns auf glückliche Resonanz zu all dem, was ich bisher schon über diesen fundamentalen Lebensbereich des Lernens erfahren, gelesen,  mir bewusst gemacht habe.

Ich selbst habe – so fühle ich –  in sehr begrenztem Ausmaß nur das Vertrauen in meine selbsterhaltenden und selbstentwickelnden Fähigkeiten erlebt. Der Fokus meines Elternhauses war sehr eng eingegrenzt, es zählte nur das, was sich darin wieder gefunden hat. Der Horizont meiner Eltern war die Grenze. Viele Begabungen, Stärken und Interessen wurden dadurch ausgeklammert, zu einem jämmerlichen Notleiderdasein verdammt. Gleichzeitig war alles auf eine Karte gesetzt worden, – die schulische Leistung. Mittlerweile erkenne ich darin die Summe aller Fähigkeiten mit oft lebensfernen und künstlichen Strukturen klarzukommen, die einen auf den Eintritt ins anerkannte System vorbereiten sollen, egal ob das nun gut ist, sinnvoll erscheint, glücklich macht oder gerade „den Bach hinuner geht“.

Mein eigener Weg war ähnlich dem eines Fisches, der aus dem Wasser genommen und für theoretische Belehrungen zusammen mit anderen ArtgenossInnen ins Trockentraining gesteckt wurde. Zu schwimmen wurde mir zudem als etwas Niederes, Frivoles oder sogar Peinliches, immerhin aber sehr Unnötiges kommuniziert, – denn ich erlebte auch die erwachsenen Fische meiner Umgebung nur äußerst selten dabei.

Was ich mit dieser überspitzten Beschreibung zum Ausdruck bringen will, ist die Gewissheit, dass wir Erwachsene es sind, die Kinder beim Leben er-leben MÜSSEN um selber leben lernen zu können. Wir Erwachsene sind die Referenz! Bedeutet Leben für uns Erwachsene Pflichterfüllung, Zwänge, Belastung und Selbstverleugnung, dann bedeutet es dies auch für die Kinder. Bedeutet es Ersatzbefriedigung und Ablenkung durch Konsum und virtuelle Realitäten, dann bedeutet es dies auch für die Kinder. Bedeutet es ein Streben nach Selbstausdruck, Freude und liebevollem Miteinander, so bedeutet es genau dies auch für die Kinder.

Wollen wir uns als Menschheit mehr und mehr vom wirklichen Leben, vom Fühlen unserer Gefühle, vom Bewegen unseres Körpers, vom Wahrnehmen der Fülle an Sinneseindrücken, derer wir fähig sind, distanzieren und in eine künstlich optimierte Scheinwelt begeben, so brauchen wir nur weiter unseren Nachwuchs von seinen ureigenen Lebensadern abschneiden, ihn am spontanen Tun und Eintauchen hindern. Wir brauchen ihm bloß weiterhin künstliche Welten als bessere Realität anbieten, uns selbst von allem Lebendigen abschotten und Gefühle als peinlich, Bewegung als unnötig und die großartige Vielfalt der sinnlich erfahrbaren natürlichen Umwelt als überflüssige, wenn nicht gar gefährliche Belastung präsentieren, die man gerade einmal theoretisch kennen gelernt haben sollte.

So unglaubliche, geniale Dinge hat der Mensch zustande gebracht. Und doch lebt eine unglaublich große Zahl an Menschen in Angst und Schrecken vor allem, was in diesem menschlichen Umfeld außer Kontrolle geraten ist. Wenn ich aber sehe, wie wenig Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Respekt der Mensch dem Leben, seinem Leben und dem seiner Kinder schenkt, dann ist das für mich Erklärung genug für diese Diskrepanz.

Einer Pflanze die Wurzeln abzuschneiden nimmt ihr genauso die Fähigkeit zu überleben, wie ihr das Wasser oder das Sonnenlicht zu verwehren. Dem jungen Menschen schneidet man aber ohne Bedenken systematisch alle seine kostbaren Wurzeln ab. (Damit meine ich die Verwurzelung in seinem Körper, die er durch freie Bewegung, durch die Erfahrungen seiner Sinne und die Erprobung seiner spontanen Impulse erleben kann.)

Dass ein Fisch auf dem Trockenen nicht lange durchhält, ist uns allen völlig klar. Doch Kinder reißt man aus ihrem ureigenen Element, dem Spielen, und verbannt sie in ein trockenes Wüstenfeld aus Belehrungen und Zurechtschusterungen aus Angst, sie könnten sonst den Anschluss verpassen, sich nicht in die Gesellschaft fügen, nicht reich und glücklich werden.

In einer Schule, die die individuelle Entfaltung jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen zu ermöglichen sich als Ziel gesetzt hat, sollte mein Sohn glücklich seinen inneren Impulsen zu wachsen und zu reifen nachgehen können. Doch wir dürfen nie die Kraft und Wirkung unserer eigenen Ängste und Überzeugungen auf unsere Töchter und Söhne unterschätzen, die uns – sofern wir dazu bereit sind es zu erkennen – unsere ganze Palette an unaufgelösten Themen punktgenau spiegeln. Wo wir Erwachsene in Angst vor dem Leben, vor unseren Trieben und der vernichtenden Bewertung „der anderen“ leben, stülpen wir ihnen unweigerlich alles über, was damit zusammen hängt. Wir nehmen ihnen mit unserer Angst den Lebensatem, nämlich das Vertrauen in ihre ureigenen Fähigkeiten mit dem, was sie mitbringen, ihr Leben zu meistern.

Der gequälte Aufschrei wohl vieler, die bis hierher gelesen haben, veranlasst mich zu einem abschließenden versöhnlichen Schwenk zu dem wohl wichtigsten Gedanken: schenken wir selber uns dieses Vertrauen, fassen wir selber den Mut uns so zu nehmen wie wir sind und beobachten wir liebevoll und staunend all das Wunderbare, das wir hervorzubringen imstande waren und sind! Seien wir menschliche, lebendige und vor allem freudige BegleiterInnen unserer Kinder.

Es grüßt euch,

 

Gabi

 

Schönes nährt uns

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Neue Schule – neuer Wohnplatz

Wir wollen in Wels Fuß fassen. Viele Menschen fragen uns, wie wir auf diese Idee kommen, und tatsächlich hat uns eine sehr mutige und zukunftsweisende Schule, – die da Vinci Akademie, – dorthin gelockt. Mir als leidenschaftlicher Pädagogin ist es eben ein Herzensanliegen, wie mein Sohn in seinem Aufwachsen begleitet wird. Die gewünschte Qualität finde ich dort.

Unterschiedliche Prioritäten

Wels hat sehr schöne Plätze und in der Stadt auch viel Grün. Zwischendrin allerdings stehen immer wieder überraschend funktional oder – besser – technisch interessant gebaute Häuser, die mich an den Stil von Touch Screen Handys erinnern, und die jeglicher Wärme und Wohligkeit oder auch Stil entbehren.

Funktion oder Verschandelung?

Tarek Leitner spricht in diesem Zusammenhang von Ingenieursbauten, Bauten, die auf dem Reißbrett entstehen als kreative Geistesblitze eines Bauingenieurs, und die heute ohne Skrupel im Handumdrehen verwirklicht werden, weil sie machbar sind. – Die modernen Technologien lassen es zu. Und sie sind „wirtschaftlich“.

Tarek Leitners Buch „Mut zur Schönheit – Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs“ ist mir heute per Zufall in die Hände gekommen. Im kurzen Reinlesen fand ich spannende Sichtweisen, Zusammenhänge und – einen Gleichgesinnten. ;o)

Wir sind lebendige, fühlende Wesen

Unser zutiefst menschliches Anliegen ist es, schön zu wohnen. Vielleicht fallen wir da aus der Norm, oder haben ein besonderes Empfinden davon, was schön ist. Uns liegt an Natürlichkeit, an weichen, gerundeten Formen, Material, das atmet und Strukturen, die optisch Harmonie ausstrahlen. Wir lieben Altbauten, weil dort diesen Anliegen großteils entsprochen ist.

Wir wissen, dass unser Lebensumfeld uns beeinflusst und wollen uns da wohlfühlen, wo wir viel Zeit unseres Lebens verbringen. Wir sind Menschen, denen Wertschätzung, Verständnis, Ruhe und Kreativität wichtig sind, – das alles wollen wir leben können.

Lebensqualitäten

Wir freuen uns voll Spannung auf den Platz, der unsere eigenen Qualitäten wie Liebe, Freude, Sinnlichkeit, Ästhetik,  Neugierde, Lebendigkeit und Weite aufnimmt und widerspiegelt. Es darf duften, nach Gebäck oder Gras, Blüten oder Holz, es darf klingen wie das Rauschen eines Baches, das Fahren von Zügen, das Zwitschern von Vögeln oder wie Glockengeläute. Und es darf sich anfühlen wie Heimkommen, willkommen-Sein, ein Lächeln, ausgebreitete Arme, ein Augenzwinkern der Lust auf’s Leben.

Schönheit ist Nahrung für unsere Seele, erfreut unser Herz und inspiriert unseren Geist.

Doch: Es braucht die Dunkelheit um das Licht zu erkennen!

(siehe Jason Mraz: Everything Is Sound  „… we all need the darkness to see the light …“ auf dem Album LOVE)

 

Gabi

 

 

Lebensort gesucht!

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Liebe Besucherin, lieber Besucher!

Im Sommer sind viele unterwegs mit offenen Augen, neugierig auf Schönes, Spannendes, Anderes. Vielleicht siehst ja du das, was wir uns wünschen? Dann melde dich bitte schnell, denn wir sind ganz aufgeregt unsere Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Danke für deine Unterstützung!

wanted

Vermögenspool und Potenzialentfaltung

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Neu entfachte Vision

Meine Vision trage ich schon viele Jahre mit mir herum. Ich sehe klare Bilder und habe auch ein deutliches Gefühl dazu in mir.

Und es ist jedes Mal eine Freude ihr wieder zu begegnen, wenn ich mich dazu entschließe meinen Träumen und Sehnsüchten durch aktive Schritte näher zu kommen.

So war’s vergangenes Wochenende in Oberösterreich! Wir haben die Villa Wildhag und anschließend den Naturhof Pramtal besucht. Diese Orte wie Menschen haben einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen, mich inspiriert und waren wie stattliche Holzscheite ins Feuer meiner Begeisterung. (www.freiraum-wildhag.at, http://www.nahopra.at)

Das ist es!

Und wieder einmal sehe ich das Bild, fühle den Platz, spüre die Qualität, die es zu verwirklichen gilt.  So ungefähr schaut es aus:

Wohnraum

Da steht ein großes Haus, das dem Auge gefällt. Große Fenster, lebendige Formen, Jugendstil-Elemente, Pflanzen und Holz. Es bietet viel wohligen, freien Raum, weite Sicht ins Land und Orte des Rückzugs, Wärme und Geborgenheit. Ordnung, Klarheit und Schönheit, Verspieltheit und Harmonie bestimmen die Atmosphäre. Hier lebe ich. In einer Gemeinschaft mit den wichtigsten Menschen, die mit mir unser Zuhause gestalten.

Natur

Das Haus steht in einem satten, weitläufigen Garten. Hier wachsen üppige Sträucher, die im Frühling duften, kletterfreudige und fruchtbare Obstbäume, aromatisches Gemüse und eine Vielzahl süßer Beeren in froher Nachbarschaft. Freie Flächen zum Rennen und Spielen, ein Bach für sommerliche Erfrischung und akustische Bereicherung, Plätze für Einsamkeit und Rituale ergänzen einander.

Kreativität

Gut erreichbar stehen geräumige Gebäude mit wunderschönen Holztoren und großen Fenstern. In einem wird geschnitzt, gesägt, gehobelt und gedrechselt, es entstehen Möbel, Figuren, Nützliches und Schönes aus Holz.

In einem zweiten sieht man große und kleine Seelen-, Herzens- und Wunderbilder. Staffeleien, ganze Wände, Tische und der Boden sind Wirkungsstätten für Menschen, die sich über Farben und Formen in dieser kreativen, neugierigen Weise mit sich und der Welt auseinander setzen wollen.

Ein weiteres Gebäude ist fast leer. Hier lädt der freie Boden aus glattem, weichem Holz zu Bewegung, Tanz, Meditation und Entspannung ein. Musikinstrumente stehen an den Wänden, jemand trommelt, Menschen folgen dem Rhythmus, lassen sich tragen, manche singen mit.

Gäste

Ein wenig abseits schmiegen sich einzelne Häuschen wonnig in die Landschaft. Es sind liebevoll gestaltete Unterkünfte für Seminargäste und Suchende. Hier wohnen Menschen auf der Durchreise, die für eine selbst bestimmte Zeit ihre Qualitäten und Ideen mit uns teilen und die unseren erleben wollen.

Generationen

Kinder bevölkern freudig das Gelände, mischen sich mit den Erwachsenen, spielen, lachen, suchen sich Herausforderungen. Sie genießen die offene Haltung der Älteren ihnen gegenüber, werden in ihren Bedürfnissen respektiert und lernen selbst die Werte und Bedürfnisse der anderen zu respektieren. Sie erleben sich als Teile des Ganzen und als solche entfalten sie wie alle anderen ihr ureigenes Potenzial, das sie somit in die Gemeinschaft einbringen.

Arbeitsteilung

Für wichtige Arbeitsbereiche gibt es Fachleute, einzelne, die sich ganz besonders dazu hingezogen fühlen. Sie bringen Wissen und Fertigkeiten mit und widmen ihre Zeit lustvoll diesen Tätigkeiten. Wo Veränderung nötig ist, Abwechslung oder Neuorientierung, werden Lösungen gefunden.

Ich sehe mich als Begleiterin, Inspirierende, Teilende, Raum Gebende und Lernende in diesem großen Ganzen.

Es ist Zeit!

Diesen Ort bin ich offen zu finden, zu gestalten und wachsen zu lassen. Dort möchte ich selber wachsen und in der wertschätzenden Gemeinschaft mit Ansässigen und Durchreisenden, Neugierigen und Bewahrenden mein Potenzial entwickeln.

Neugierig geworden? Interesse? Vielleicht kennst du das Haus? Ich freu mich über deinen Kommentar!

Herzlich,

Gabi